Gekündigt! IG Metall kündigt Tarifvertrag mit Zugbauer Alstom

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Aus Protest gegen die ungewisse Zukunft des Standorts Görlitz von Alstom hat die IG Metall den eigentlich bis 2026 laufenden Zukunftstarifvertrag mit dem Konzern vorzeitig gekündigt, so die dpa.

So nicht! Der Zugbauer Alstom hat sich nach Aussage der IG Metall nicht an die Vereinbarungen des bisherigen Zukunftstarifvertrages gehalten. Nun hat die Gewerkschaft diesen gekündigt ...(Bild:  Alstom)
So nicht! Der Zugbauer Alstom hat sich nach Aussage der IG Metall nicht an die Vereinbarungen des bisherigen Zukunftstarifvertrages gehalten. Nun hat die Gewerkschaft diesen gekündigt ...
(Bild: Alstom)

Der Gesamtbetriebsrat und die IG Metall wollen eigentlich mit der Strategie „Besser statt billiger“ die Produktionsstandorte produktiver und damit wettbewerbsfähig und zukunftsfest machen. Alstom habe den Tarifvertrag aber von Anfang an mangelhaft umgesetzt. Der zweifelhafte Tarifvertrag betraf der Gewerkschaft zufolge auch die Standorte Hennigsdorf, Bautzen, Siegen und Kassel. Die Arbeitnehmerseite habe sich zur Sicherung der Arbeitsplätze unter anderem auf den Verzicht auf Urlaubsgeld eingelassen. Umgekehrt habe Alstom zugesagt, weiter in die deutschen Betriebe zu investieren. Daran soll sich der Konzern jedoch nicht gehalten haben. Die IG Metall sah sich daraufhin gezwungen, den Tarifvertrag zu kündigen. Nun fordert sie das einbehaltene Geld der Beschäftigten zurück.

Alstom will sich neu Ausrichten

Der Konzern plant eigenen Angaben zufolge eine strategische Neuausrichtung in Deutschland und will sich künftig auf Dienstleistungen und Digitalisierung sowie auf den Innenausbau von Zügen konzentrieren. In Görlitz wird hingegen der Wagenkastenrohbau produziert. Dieser Geschäftsbereich sei aber derzeit rückläufig. Es sei jedoch nicht der Zeitpunkt, um aus dieser Entwicklung unmittelbare Konsequenzen für den Standort Görlitz abzuleiten. Dafür ist es nach Aussage des Konzerns noch zu früh. In dem sächsischen Werk laufen derzeit die Produktion von Doppelstockwagen für Israel sowie verschiedene Straßenbahnprojekte. Das Unternehmen halte weiter an seinen im Tarifvertrag gemachten Zusagen fest, und lasse die Kündigung juristisch prüfen.

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