Hydraulik

Im Bypass arbeitende Mikrofiltration verlängert wirtschaftlich die Ölstandzeit

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Wegen der katalytischen Partikelwirkung nimmt das Öl Sauerstoff auf. Es entstehen langkettige Moleküle, die polymerisieren und dadurch klebrige, harzige Bestandteile im Hydrauliköl bilden. Diese Harze lagern sich an Oberflächen hydraulischer Antriebskomponenten an.

Kalte Hydrauliköle können durch Verharzung leicht verkleben

Insbesondere bei kaltem Hydrauliköl führen die Verharzungen zu Betriebsstörungen und unruhigem Lauf durch Verkleben. Mit zunehmender Erwärmung des Öles lösen sich die Verharzungen teilweise und die Maschine läuft wieder ruhiger. Bei weiterem Fortschreiten der Öloxidation und Bildung von Verharzungen nehmen die Störungen weiter zu. Das Öl muss letztendlich gewechselt werden.

An der Bildung von Verharzung im Öl sind Schmutzpartikel aller Größen beteiligt. Weil die Partikelzahl mit fallender Größe stark zunimmt, sind besonders Feinstpartikel unter 4 µm für die Beschleunigung der Öloxidation verantwortlich.

Ölwechsel schafft nur kurzfristig Abhilfe gegen Störungen

Die einfachste Möglichkeit, Störungen durch Verschmutzung und Oxidation zu vermeiden, ist ein Ölwechsel in relativ kurzen Intervallen (sechs Monate und kürzer). Weil jedoch neues Öl schon mit Partikeln belastet ist, schafft ein Ölwechsel nur kurzfristig Abhilfe.

Zudem ist er mit erheblichen Kosten verbunden. Wegen des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes sind Betreiber hydraulischer Systeme gehalten, Abfälle zu vermieden.

Dabei wird als Vermeidungsmaßnahme auf die anlageninterne Kreislaufführung und den Einsatz von abfall- und schadstoffarmen Produkten verweisen. Um Betriebskosten zu reduzieren und Umweltauflagen zu erfüllen, muss die Standzeit des Hydrauliköls mit geeigneten Maßnahmen verlängert werden.

(ID:270006)