Simultaneous Engineering Im CFK-Bereich ist ganzheitliches Engineering noch wichtiger als bei Metallen
Die Ergebnisse einer CFK-Bauteilkonstruktion hat viel größere Auswirkung auf das Fertigungsengineering als bei Metallen. Nach Ansicht von Prof. Ralf Cuntze, Leiter der Arbeitsgruppe Engineering bei der Carbon Composites e. V., Augsburg, kommt daher Simulationsmodellen eine besondere Rolle bei der Serienfertigung von CFK-Bauteilen zu.
Anbieter zum Thema

Mit Faserverbundwerkstoffen muss anders konstruiert werden als mit Metallen. Das liegt am anisotropen mechanischen Werkstoffverhalten: Werkstofffestigkeit und Steifigkeit hängen in hohem Maße von der Faserrichtung ab. Jedoch ist die Anisotropie nicht der alleinige Grund für die unterschiedliche Vorgehensweise in der Bauteilkonstruktion.
Faserverbundgerechte Bauteilkonstruktion folgt speziellen Regeln
Eine weitere Erklärung liegt im schichtweisen Aufbau der Teile, den man von isotropen Werkstoffen wie Metallen nicht kennt und der sich vielfältig nutzen lässt, sei es um Wanddicken lokal den mechanischen Belastungen anzupassen oder um Funktionsschichten gezielt ins Laminat einzubetten.
Eine faserverbundgerechte Bauteilkonstruktion folgt daher speziellen Regeln, die viel stärker als bei Metallen die Fertigung prägen. Sie müssen eingehalten werden, um die besonderen Vorteile der Faserverbundwerkstoffe umfassend nutzen zu können.
So stecken bei der Bauteilentwicklung nicht nur Konstrukteure und Berechner die Köpfe zusammen, sie benötigen auch die Mitarbeit der Kollegen aus der Fertigung und Qualitätssicherung (Bild 1). Auf der Fachtagung Carbon Composites 2011 wird Prof. Ralf Cuntze, Leiter der Arbeitsgruppe Engineering bei der Carbon Composites e. V. (CCeV), Augsburg, als Referent daher auf die Wichtigkeit ganzheitlicher Prozessketten für CFK-Bauteile eingehen. Die Veranstaltung findet am 17. November im Tagungscenter der Messe Augsburg statt.
(ID:29062510)