Analyse Importe können Gasproblem lösen

Quelle: dpa

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Produkte, bei deren Herstellung viel Gas benötigt wird, sollten besser importiert werden. Das spart Gas und schmälert den Umsatz kaum.

Das IWH geht davon aus, dass deutsche Produkte der chemischen Grundstoffindustrie mit hohem Gasverbrauch international kaum mehr wettbewerbsfähig sind. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Das IWH geht davon aus, dass deutsche Produkte der chemischen Grundstoffindustrie mit hohem Gasverbrauch international kaum mehr wettbewerbsfähig sind.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Die deutsche Industrie kann nach Ansicht von Wirtschaftsforschern viel Gas ohne große Umsatzeinbußen durch Importe von Produkten einsparen. Das geht aus einer Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Würden Produkte mit hoher Gasintensität, die auch leicht durch Importe ersetzt werden können, überhaupt nicht mehr in Deutschland hergestellt, würde die Industrie laut IWH etwa 26 Prozent ihres gesamten Gasverbrauchs einsparen, aber weniger als drei Prozent ihres Umsatzes verlieren.

Wertschöpfungskette bleibt intakt

Nach Angaben des IWH verursacht die Herstellung von 300 Produkten mit dem höchsten Gasverbrauch knapp 90 Prozent des gesamten Gasverbrauchs der Industrie. Laut IWH-Studie kommen die fünf Produkte mit dem höchsten Gasverbrauch pro Euro Umsatz aus der chemischen Grundstoffindustrie. Deren Herstellung in Deutschland dürfte aufgrund der gestiegenen Gaspreise international kaum mehr wettbewerbsfähig sein, hieß es. Das Institut veröffentliche aber nicht, um welche Produkte es sich dabei handelt, teilte ein Sprecher mit.

Die Forscher gingen bei ihren Berechnungen davon aus, dass steigende Gaspreise vor allem zu Produktionsdrosselungen bei energieintensiven Produkten führen, die leicht durch - billigere - Importe ersetzt werden könnten. Trotz heimischer Produktionsausfälle seien dann keine wesentlichen Unterbrechungen der Wertschöpfungsketten zu erwarten.

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