Zerspanung

In der Werkstückspanntechnik steckt 30 % Produktivitätspotenzial

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Ein breites Werkstückspanntechnik-Programm bietet die Schweizer Gressel AG mit kompatiblen Spanneinheiten für jeden Anwendungsfall. Basis des Spannsystembaukastens ist das mechanische Nullpunkt-Rastersystem gredoc NRS, eine in verschiedenen Ausführungen erhältliche Standard-Multifunktionsgrundplatte. Diese erlaubt es, die Vorzüge eines mechanischen Nullpunkt-Spannsystems mit der Vielzahl an Befestigungsmöglichkeiten herkömmlicher Rasterplatten zu kombinieren. So sind zusätzliche Befestigungen, Anschläge, Abstützungen oder auch Sonderspannmittel, die nicht in das Nullpunktraster passen, über integrierte M12-Passbohrungen zu montieren.

Ist die Multifunktionsgrundplatte auf dem Maschinentisch oder auf Maschinenpaletten installiert, stellt sich die Frage der Ermittlung des jeweiligen Nullpunkts fortan nicht mehr. Denn die Platte fixiert Schraubstöcke und Spanntürme oder auch anderweitige Spannmittel (Fünf-Achsen-Spanner, Kleinteile-Spanner, Mehrfach-Spanner), die zuvor für die Aufnahme vorbereitet wurden. Damit ist die einmal ermittelte Nullpunktposition in jedem Wiederholfall gegeben.

Spannen und Entriegeln erfolgt rein mechanisch

Schon der Grundplattentyp 400 x 400 hat im Raster sechs gredoc-Module integriert und durch diese Sechsfachanordnung sind die Spannmittel wahlweise links und rechts oder auch nur mittig aufzuspannen. Die Nullpunkt-Wiederholgenauigkeit des Systems beträgt < 0,01 mm. Das Spannen und Entriegeln erfolgt rein mechanisch, demnach ist keine Hydraulik erforderlich. Darüber hinaus vereinfachen sich Konstruktion und Aufbau von Standard- und Sonderspannmitteln sowie Paletten, weil keine Speicher und Anschlüsse benötigt werden. Ein weiterer großer Vorteil ist die mit nur 30 mm sehr niedrige Bauhöhe, wodurch der oftmals begrenzte Z-Weg fast voll erhalten bleibt, was wiederum den Anwendungsbereich des Bearbeitungszentrums erweitert.

Die Multifunktions-Grundplatten gredoc NRS nehmen zunächst alles an Spannmitteln auf. Das Aufsetzen gestaltet sich dabei ebenso einfach und sicher wie die Bedienung Die in diesem Fall sechs Module werden alle von vorne bedient und sind damit sehr gut zugänglich. An Basis-Spannmitteln empfehlen sich die in vier unterschiedlichen Bauformen (Doppelwinkel, Würfel, Dreieck und Kreuz/Achteck für 400er- oder 500er-Paletten) lieferbaren Aufspanntürme oder auch die gredoc-Pyramide. Hinsichtlich der Aufspanntürme ergeben sich aus 24 Standard- plus sechs gredoc-Varianten insgesamt bis zu 30 Grundkonfigurationen. Individuell kombiniert mit den verschiedenen Spannsystemen entstehen so Spanneinheiten, die auf Fräsmaschinen, in Transferstraßen oder Bearbeitungszentren die Produktivität erhöhen. Denn die unproduktiven Nebenzeiten reduzieren sich auf den Palettenwechsel.

Pyramidenförmige Spanneinheit für Fünf-Achs-Bearbeitungszentren

Eine Spanntechniklösung, die viele Probleme bei der Werkzeuganstellung eliminiert, ist die gredoc-Pyramide. Konzipiert für Mehrfachspannungen auf Fünf-Achs-Bearbeitungszentren, ist die Spanneinheit pyramidenförmig aufgebaut und bietet auf kleiner Grundfläche fünf Aufspannflächen. Diese sind mit dem ebenfalls integrierten mechanischen Nullpunkt-Spannsystem versehen. Der niedrige Aufbau der Pyramide beeinträchtigt den Z-Achsen-Weg minimal und unterstützt so die Funktionalität bei der 5-Achsen-/5-Seiten-Komplettbearbeitung. Mit der optimalen Werkzeuganstellung verbinden sich mehr Prozesssicherheit (kürzere Werkzeuge) sowie weniger Werkzeug- und Aufspannwechsel, was summiert zu längeren Spindellaufzeiten und kürzeren Bearbeitungszeiten führt. MM

* Jörg Oskar Maier ist Geschäftsführer der Gressel AG in 8355 Aadorf (Schweiz)

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