7. UKP-Workshop

In Raum und Zeit manipulierte Laser arbeiten perfekter

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Produktivität zählt von Wasserstoff bis OLED

Professor Arnold Gillner, der Mitorganisator des Workshops, fasste am Anfang der Tagung zusammen, was im Bereich der industriellen UKP-Laser erreicht worden ist. Fazit: Bei den Anwendungen steht die Funktionalisierung von Oberflächen ganz oben auf der Liste. UKP-Laser können etwa die Oberfläche von Elektroden vergrößern und so die Effizienz sowohl von Batterien als auch von Wasserstoffelektroden erheblich verbessern. „Die Flächen, die da bearbeitet werden müssen, gehen in die Größenordnung von Quadratkilometern“, beschrieb Gillner den Bedarf für diese Anwendung.

Und schon seit Jahren spielen UKP-Laser eine große Rolle bei der Herstellung von Smartphones. Dr. Stefan Janssen lieferte dafür viele Beispiele aus seiner Arbeit bei LG-Electronics PRI in Korea. Spannend seien die abbildenden Optiken für die Bearbeitung von Polymer-OLEDs: Mit einem Gewicht von 24 Kilogramm seien sie zwar ungewöhnlich wuchtig, aber so erlaubten sie produktivere Prozesse. Als nächste Schritte beschreibt Janssen das Potenzial von energiemodulierte fs-bursts und eine Regelung der Pulsabstände in Freiformkonturen bei der Glasbearbeitung.

Datenüberflutung bremst bremst auch Laserbearbeitung

Höhere Produktivität stand auch im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Stephan Eifel von Pulsar Photonics. Dort ist man auf Standardmaschinen spezialisiert und auf Sondermaschinen mit Multistrahloptiken, um mehr aus einem einzelnen UKP-Laser herauszuholen. Eifel sieht etwa einen Trend zu höheren Abtragsvolumina pro Bauteil: „Dabei sprechen wir von Volumina im Bereich von 10.000 Kubikmillimetern und mehr.“ Die Verfügbarkeit stärkerer Laserquellen und von Modulatoren für die Strahlen sind für ihn gute Nachrichten: „Jetzt müssen die Maschinen mit langen Bearbeitungszeiten zurechtkommen.“ Über 100 Stunden für ein Bauteil plant er dabei ein. So lange müssten die Maschinen für große Bauteile zuverlässig stabil laufen. Parallelisierung sei auch ein Weg zu mehr Produktivität bei der Laserbearbeitung. Einen Strahl in mehrere aufzuteilen, die dann jeweils über mehrere Scanner und weitere Multistrahloptiken Teilstrahlen auf das Werkstück bringen, versteckt sich dahinter. So wird es in den Maschinen bei Pulsar Photonics umgesetzt. Im beim Workshop vorgeführten Beispiel sind es dann 24 Strahlen parallel auf dem Werkstück bei einem Vorschub von über 1 Meter pro Sekunde. Mehr Geschwindigkeit ist aber durchaus wünschenswert. Die Fertigung wird mit 100 Messungen pro Sekunde überwacht. Die größte Herausforderung ist dabei momentan einmal mehr die Echtzeitdaten-Verarbeitung.

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