Werkzeugmaschinen-Export

Indiens Industrie will mehr Qualität produzieren

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Etablierte Werkzeugmaschinenbauer setzen sich in Indien hohe Ziele

So ist es kein Wunder, dass sich auch die Qualitätsanbieter in Indien hohe Ziele setzen. „Für uns sind zweistellige Wachstumsraten das Minimum“, sagt Allard mit Blick auf die kommenden fünf Jahre. Und er ergänzt: „Wir könnten potenziell unser Geschäft nur durch organisches Wachstum verdoppeln, das heißt durch das Finden neuer Märkte, neuer Kunden und neuer Anwendungen für unsere bestehenden Kunden.“ Allerdings ist es aus seiner Sicht in Indien schwierig, alle potenziellen Kunden zu entdecken und zu bearbeiten. Hier müsse man auf eine smarte Weise herangehen.

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„Wir hatten im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum. Der indische Markt wird reifer und konzentriert sich mehr auf die Produktivität“, sagt auch Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori AG. Die disruptiven Verfahren, die das Unternehmen in Europa anbiete, würden den Druck auf den indischen Markt erhöhen, nicht nur im Hinblick auf die Produktivität, sondern auch auf die Stückkosten. Außerdem gebe es zahlreiche Unternehmen, die hoch entwickelte und produktive Anlagen verlangen würden, um ihr Exportgeschäft zu steigern, zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt. „Wir glauben, dass wir in Indien ein gewaltiges Wachstum haben werden, weil wir dort schon für unsere Dreh- und Fräsmaschinen bekannt sind und die besten 5-Achs-Maschinen anbieten“, meint Thönes.

DMG Mori sieht bessere Schulung der Kunden als entscheidend an

Dabei würden die Kunden oft nicht alle Möglichkeiten und das gesamte Produktivitätspotenzial der Maschinen ausnutzen, erläutert er weiter. „Wir werden deshalb in diesem Jahr in Mitarbeiter investieren, sodass wir nicht nur Maschinen verkaufen, sondern auch die Kunden zur optimalen Nutzung der Maschinen fortbilden – das ist entscheidend für unser Geschäft“, sagt der DMG-Mori-Vorstandsvorsitzende. Allein dafür will er zehn Verkaufsmitarbeiter auf dem Subkontinent neu einstellen. Außerdem will DMG Mori ein Reparaturzentrum für Spindeln einrichten. Als Umsatzziel für Indien hat Thönes die Summe von 100 Mio. Euro ausgegeben. „Wir sind noch nicht dort, aber wir werden voraussichtlich in diesem Jahr unsere Zahlen verdoppeln“, erläutert er.

Für Ewag und Walter ist der indische Markt noch klein, aber er wächst stetig, sagt Christian Dilger, Geschäftsführer Vertrieb der Tübinger Unternehmen, die beide zur Körber-Gruppe gehören. Er hofft auf ein schnelleres Wachstum in Indien für die kommenden fünf bis zehn Jahre. „Auf der anderen Seite wachsen viele mittelständische Werkzeughersteller Indiens stark. Da sie neue Maschinen auf dem lokalen Markt kaufen und wir neue Maschinen für diesen Markt herstellen oder entwickeln, haben wir von ihnen eine starke Nachfrage. Deshalb erwarten wir für dieses Jahr ein Wachstum von 5 bis 10 % für unser Indiengeschäft“, berichtet Dilger.

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