Gesunder Rücken

Individuelle Höhe für mehr Ergonomie

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Die neue Schweißanlage, lieferbar als MF- oder als CD-(KE)-Maschine, gestattet individuelle Höheneinstellungen und so jederzeit einen sekundenschnellen Wechsel zwischen stehender und sitzender Tätigkeit. Der Mitarbeiter kann dabei die Höhen manuell einstellen oder über einen Chip voreingestellt persönliche Höhen abrufen. Den Unternehmer freut, dass die Schweißmaschine problemlos ergänzt werden kann. So können Arbeitstisch und Schweißvorrichtung über eine Mehrzahl weiterer gesteuert bewegbarer Komponenten, wie Bedieninstrument, Schutzeinrichtung, Materialzufuhr und Transportunterstützung/Hebehilfe erweitert werden, die ebenfalls an einen Werker beziehungsweise an eine bevorzugte Bedienhaltung anpassbar sind.

SPS-Steuerung für mehr Flexibilität

Um die Anlage mit solchen ergonomischen Vorteilen zu versehen waren einige technische Herausforderungen zu lösen. Günther Reverchon, Geschäftsführender Gesellschafter der Conntronic: „Eine große Aufgabe war die Auslegung der Steifigkeit des Systems bei einem Hub von 550 mm. Schließlich kamen da zusammen mit Stahlrahmen, Transformator, Schweißzylinder und Sekundärsysteme etwa 2 t zusammen, die schnell bewegt, geführt und gesichert werden müssen.“ Hier war die Entwicklung eines speziell auf diese Gegebenheiten abgestimmten Spindeltriebs in Kombination mit einer entsprechenden Führung mit Klemmung nötig. „Dazu musste das Ganze individuell auf kundespezifische Vorgaben angepasst werden, aber es ist noch Luft drin“, erklärt Reverchon.

Im Gegensatz zu gängigen MF-Schweißmaschinen verfügt die Anlage auch über eine SPS-Steuerung, die eine größere Flexibilität bei der Ansteuerung zusätzlicher Komponenten, wie der Zu- und Abführeinheit erlaubt. Größere Blechteile in Gitterboxen brauchen eine separate Hubeinheit, die aber über die Maschine gesteuert werden kann. Eine zusätzliche Erweiterung ist die ct-ergo als Drehtischanlage mit höheneinstellbarem Drehtisch. Normalerweise kann man nicht gleichzeitig einlegen und schweißen. Jetzt ist dies möglich, indem „vorn“ die Teile eingelegt und „hinten“ gleichzeitig geschweißt werden. „Die Anlage gibt’s als Konzept schon, gebaut wird aber erst im Kundenauftrag, wegen der zu berücksichtigenden spezifischen Besonderheiten", so Reverchon.

Fördermittel helfen bei der Investition

Natürlich gibt es diese ergonomischen Besonderheiten nicht kostnefrei, aber Fördermittel zum Einrichten behindertengerechter und leidensgerechten Arbeitsplätze helfen die Höhe der nötigen Investitionen zu senken. Unterstützung bieten das Integrationsamt, die Deutsche Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften und die Bundesagentur für Arbeit. Generell gilt: Das gesundheitsgerechte Einrichten eines Arbeitsplatzes liegt in der Verantwortung des Unternehmers. Unterstützung erhält dieser aber auch von Krankenkassen, dem BGF Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung, dem DNBGF (Deutsches Netzwerk für Gesundheitsförderung) und dem Deutsche Arbeitsschutzpreis. Die Krankenquote der Bediener sollte dank dieser Maschine sinken. So rechnet sich auch ohne Förderung ein ROI von wenigen Jahren. In jedem Fall werden Zufriedenheit, Wohlbefinden und Motivation der Mitarbeiter deutlich erhöht.

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