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Industrie 4.0 gelingt nur mit aktivem Personalmanagement

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Deutlich seltener nennen die Personaler Merkmale wie Stressresistenz oder Teamfähigkeit. Einen Bedeutungszuwachs sozialer Kompetenzen sieht lediglich einer von hundert Befragten. Damit blenden viele Personaler ausgerechnet die Eigenschaften aus, die für eine erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0-Konzepten wesentlich sind. Dies trifft erst recht auf die gut 20 % der Personalverantwortlichen aus dem Bereich Maschinenbau zu, die gar kein Anforderungsprofil für die Fachkräfte von morgen formulieren können.

Betriebe müssen Arbeit neu organisieren

Die Industrie 4.0 stellt aber nicht nur veränderte Anforderungen an die Soft Skills der Arbeitnehmer, sondern auch an die Arbeitsorganisation. Die Smart Factory kennt keine festen Produktionszeiten und -mengen mehr, sondern passt die Laufzeiten der Maschinen an den Bedarf beziehungsweise die Kapazitäten des Netzwerks an. Dies schlägt sich auch im Personalbedarf nieder. Das Fraunhofer-Institut ermittelte, dass bei 60 % der Unternehmen die Belegschaftsstärke künftig innerhalb eines einzigen Arbeitstages schwanken wird – derzeit ist dies nur bei rund jedem zehnten Betrieb der Fall.

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Die Flexibilisierung der Produktion zwingt übrigens auch die Maschinen- und Anlagenbaubetriebe zu einer Auseinandersetzung mit der Industrie 4.0, die bislang einen Bogen um das Thema geschlagen haben. Denn die Vernetzung macht vor den Lieferanten der Maschinen nicht Halt: Um einen störungsfreien Ablauf der Produktion beim Kunden zu gewährleisten, übermitteln die Systeme ihren aktuellen Status beziehungsweise Wartungsbedarf in Echtzeit an den Hersteller. Ersatzteile und Servicetechniker können angefordert werden, noch bevor eine Maschine ausfällt.

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