CFK-Reparatur Industrie-4.0-Prinzip zur Reparatur von CFK-Autos
Mit Spachtel, Ausbeulhammer und Lack ist die Reparatur an faserverstärkten Kfz-Karosserien meist nicht getan. Oft spielen auch sicherheitsrelevante Aspekte eine Rolle, die das übliche Vorgehen negieren. Was man tun kann, um nach Unfällen nicht den halben Carbonflitzer neu aufbauen lassen muss, will das IKV der RWTH Aachen mit 7 Partnerinstituten jetzt anhand eines Großprojektes erarbeiten.
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Die RWTH Aachen startet mit 7 Instituten ein Großprojekt zur Reparatur von CFK-basierten Serienfahrzeugen. Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist eines der beteiligten Institute.
Hintergrund für dieses Großprojekt ist, dass faserverstärkte Kunststoffe (FVK) im Automobilbau zunehmend in die Konstruktion einfließen, es zwar keine wirtschaftlichen Reparaturmethoden gibt, aber diese mit Sicherheit bald nötig werden. Deshalb entwickeln die sieben Forschungsinstitute der RWTH Aachen neue Technologien zur Schadenserkennung und Schadensbewertung, zur individualisierten Fertigung von Reparaturmaterialien – sogenannten Patches – sowie Modelle zur Durchführung und Qualitätssicherung der Reparaturmaßnahmen, wie es heißt.
Neue Geschäftsmodelle durch Industrie 4.0-Prinzip
Das Projekt verfolge die Industrie-4.0-Prinzipien: Sämtliche an der Wertschöpfung beteiligten Elemente werden auf maximale Wandlungsfähigkeit ausgelegt und informationstechnisch verknüpft. Aufgrund des neuen Ansatzes sollen sich vollkommen neue Geschäftsmodelle, deren Entwicklung ebenfalls im Fokus der Forschungen steht, ergeben.
Die an diesem Projekt beteiligten Institute sind das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV), der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement Werkzeugmaschinenlabor (WZL), die Institute für Kraftfahrzeuge (ika), für Schweißtechnik und Fügetechnik (ISF), für Bildsame Formgebung (IBF), für Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) und das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen. Des Weiteren sind in einem projektbegleitenden Ausschuss circa 50 Industrieunternehmen beteiligt. MM
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