JEC Europe 2013

Industrielle Composite-Fertigung erhält klarere Konturen

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Thermoplastische CFK-Bauteile ohne Umweg über Organobleche

Jedoch auch das Spritzgießen von thermoplastischen CFK-Bauteilen ohne Umweg über Organobleche scheint gangbar zu sein. Musterteile wurden bereits hergestellt. Die Prozess- und Werkstoffentwicklung ist weltweit im vollen Gang. Dabei kooperieren unter anderen der US-amerikanische Automobilhersteller General Motors und der japanische Werkstoff- und Prozessspezialist Teijin miteinander. Ziel ist es, mit thermoplastischem CFK dem Leichtbau in den USA weitere Impulse zu geben. Solche globalen Zusammenhänge lassen sich laut JEC-Chefin Mutel auf der Messe eruieren.

Nur die JEC Europe gebe einen Überblick über die weltweiten Entwicklungen der Branche, ist Mutel überzeugt. Im vergangenen Jahr wurden damit mehr als 32.000 Besucher angezogen, die auf der Messe gut 1180 ausstellende Unternehmen frequentierten. Von den Besuchern kamen 80 % aus dem Ausland. Davon stellte Deutschland die größte ausländische Gruppe (15 %), gefolgt von Großbritannien (12 %) und den USA (8 %). Aufgrund der weltweit durchschnittlichen Marktwachstumsrate von 6 % im Jahr bei Composites erwartet die JEC-Chefin weiterhin eine Aussteller- und Besucherzunahme.

So kündigt Mutel an, dass die Ausstellungsfläche im nächsten Jahr größer sein wird als auf der JEC Euroe 2013. Erstmals gibt es für die Messe eine Warteliste, weil deutlich mehr Unternehmen ausstellen wollten, als Ausstellungsfläche reserviert werden konnte. Mit der Vergrößerung der Ausstellungsfläche im Jahr 2014 soll die Warteliste jedoch wieder „der Vergangenheit“ angehören. Die JEC-Group schätzt den Weltmarkt für Composites im vergangenen Jahr auf 81,6 Mrd. Euro. Es wurden 9,2 Mio. t Verbundwerkstoffe verarbeitet.

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