Report Allzeithoch bei installierten Robotern in Deutschland

Quelle: International Federation of Robotics 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In der deutschen Industrie wurden so viele Roboter wie noch nie installiert. Doch die Prognosen für die kommenden Jahre deuten auf große Unsicherheiten in der Branche hin.

Deutschland ist der größte Markt für Industrie-Roboter in Europa.(Bild:  ABB)
Deutschland ist der größte Markt für Industrie-Roboter in Europa.
(Bild: ABB)

Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr 28.355 neue Industrieroboter installiert. Laut einer Mitteilung der International Federation of Robotics (IFR) handelt es sich dabei um ein Allzeithoch. 2023 stieg der Absatz um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der operative Bestand erreichte damit den neuen europäischen Spitzenwert von 269.427 Einheiten. Die Zahlen gehen aus dem „World Robotics 2024“ Report der IFR hervor.

Deutschland ist damit laut IFR der größte Markt für Industrie-Roboter in Europa. Der operative Bestand stieg zwischen 2018 und 2023 jedes Jahr durchschnittlich um 5 Prozent. Motor dieses Trends war vor allem die Automobilindustrie. Hier stieg der Absatz von Robotern im vergangenen Jahr um 29 Prozent auf 9.190 Einheiten. Aber auch die metallverarbeitende Industrie konnte mit 4.916 neuen Einheiten einen Rekordwert erzielen. Laut IFR ist das ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zu 2022. In der Elektroindustrie erhöhte sich die Zahl der Roboter um 13 Prozent auf 1.746 Einheiten.

Die Produktion von Industrie-Robotern in Deutschland erreichte laut IFR den Rekordwert von 2022 allerdings nicht. Mit 34.788 Einheiten wurde dieser um 2 Prozent verfehlt.

Die Prognosen für 2024 fallen dagegen weniger optimistisch aus. Laut dem Branchenverband VDMA Robotik + Automation profitierte die Branche von einem hohen Auftragsbestand, der jedoch weitestgehend abgearbeitet wurde. Die Auftragseingänge stagnierten seitdem. Solange die politische und wirtschaftliche Unsicherheit mit verhaltenen Auftragsvergaben anhält, wird das Jahr 2025 schwach bleiben, resümiert der Verband. In den Jahren 2026 oder 2027 könnte das Wachstum dann wieder anziehen, wenn zurückgestellte Investitionen getätigt werden.

(ID:50178987)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung