Ruwac Industriesauger Industriesauger hält Produktion und Logistik bei Polycarbonat-Hersteller sauber

Redakteur: Peter Königsreuther

1953 entdeckte der Bayer-Chemiker Hermann Schnell in Krefeld-Uerdingen einen Kunststoff, der sich durch hohe Festigkeit und Zähigkeit auszeichnet: Polycarbonat (PC) – auch unter dem Markennamen Makrolon bekannt. Uerdingen ist heute noch ein PC-Dreh- und Angelpunkt. Das Industriesauger-Know-how von Ruwac spielt dabei eine wichtige Rolle.

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Genau richtig für die tägliche Arbeit von Kunstsoffspezialisten: Der Ruwac-Spänesauger trennt beim Aufsaugen Fest- und Flüssiganteile, das bedeutet in diesem Fall Makrolon-Granulat und reines Wasser zum Spülen der Abfüllanlagen...
Genau richtig für die tägliche Arbeit von Kunstsoffspezialisten: Der Ruwac-Spänesauger trennt beim Aufsaugen Fest- und Flüssiganteile, das bedeutet in diesem Fall Makrolon-Granulat und reines Wasser zum Spülen der Abfüllanlagen...
(Bild: Ruwac)

Covestro – unter diesem Namen ist die ehemalige Bayer Material Science seit 2015 bekannt – betreibt in Uerdingen diese Anlage zur Produktion verschiedener Makrolon-Typen, aus denen so unterschiedliche Produkte wie CDs und DVDs, Streuscheiben von Kfz-Leuchten, Solarmodule, Brillengläser und Dachkonstruktionen gefertigt werden, wie Ruwac erklärt. Die Lagerung, Abfüllung und Verpackung der Makrolon-Granulate in Uerdingen – insgesamt sind es rund 250.000 Tonnen pro Jahr – übernimmt der Dienstleister Chemion. Er hat dort ein Logistikzentrum mit knapp 80 Versand- und Mischsilos errichtet.

Nützlich durch „doppelte“ Absaugung

Beim Handling dieser Mengen kann immer auch Granulat auf den Boden gelangen. Da die Kugeln klein, hart und rund sind, können Mitarbeiter darauf ausrutschen. Deshalb muss das Granulat sofort aufgesaugt werden. Dabei kommen Ruwac-Sauger vom Typ SPS 35 und SPS 250 zum Einsatz, die ursprünglich für einen ganz anderen Zweck entwickelt wurden – für das Ab- und Aufsaugen von Spänen in der metallverarbeitenden Industrie.

Typisch für diese Saugerbauart ist die „doppelte“ Absaugung: Metallspäne werden damit üblicherweise vom Flüssiganteil (das heißt, normalerweise von Kühlschmierstoffen) separiert und in einem Vorabscheider zurückgehalten. Diese Eigenschaft ist auch beim Aufsaugen des Makrolon-Granulates von Vorteil, heißt es weiter. Denn die Maschinen und Anlagen werden mit Wasser gespült, damit zwischen den einzelnen abzupackenden Partien keine Vereinigungen entstehen. Somit sammeln sich die Kunststoff-Kügelchen im Vorabscheider, das Wasser aber im Sauger selbst, erklärt Ruwac. Der Kunststoff wird anschließend rezykliert und das Wasser über die werkseigene Kläranlage entsorgt.

Für jede Gelegenheit ein Sauger

Der SPS 35 wurde für die Absaugung kleinerer Materialmengen entwickelt. Mit seiner kompakten Bauart eigne er sich sehr gut für den Einsatz auf beengtem Raum. Der größerere SPS 250 „schlucke“ mehr, und könne auch als Dauerläufer direkt an Maschinen und Anlagen eingesetzt werden. Bei Chemion werden die Granulatreste als „Kehrgranulat“ getrennt der Entsorgung zugeführt, so Ruwac.

In einer anderen Chemion-Halle im Chemiepark Uerdingen kommt ein Ruwac-Sauger vom Typ DS 2520 L-B1 mit Vorabscheider zum Einsatz. Er ist an einer Abfüllanlage installiert, die 900-kg-Säcke befüllt. Sollte Granulat neben das Gebinde fallen, werde es in einer Auffangwanne unterhalb der Maschine gesammelt und sicher aufgesaugt.

Saugtechnik erhöht Materialausbeute

Das Granulat gelangt zunächst in einen kundenspezifischen, von Ruwac projektierten Vorabscheider. Von dort kann es bei Bedarf über eine Zellenradschleuse in einen Big Bag abgefüllt werden. Hier werden die reinen Makrolon-Kugeln, die noch nicht den Boden berührt haben, also direkt wieder in die Transportkette zurückgeführt. Das erhöht die Materialausbeute. So trägt dieser Sauger zur Effizienz in der Produktion bei und die SPS-Sauger zur Arbeitssicherheit und Sauberkeit.

MM

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