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Wegen Temperaturschwankungen zwischen -30 und 40 °C, also eines Temperaturunterschieds von 70 °C, sowie zusätzliche Witterungseinflüsse durch Regen, Schnee und Eis wurden alle Antriebe und Steuerungen mit Stillstandsheizungen ausgestattet. Diese verhindern die Kondenswasserbildung und gewährleisten die Viskosität der verwendeten Schmierstoffe.
Windeinflüsse können zu störenden Eigenbewegungen der Seilbahnkonstruktion führen
Für die elektrischen Komponenten war aufgrund des Freigeländeeinsatzes unter diesen Bedingungen die Schutzart IP65 vorgeschrieben. Das zusätzliche Wetterschutzpaket beinhaltet ein UV-beständiges Neoprenkabel für die Hauptstromzuführung, spezielle Lagerabdeckungen und -dichtungen sowie wetterfeste Schutzsäcke zum Verstauen von Hebezeug, Antriebselementen und Kommandotafeln. Die Kettenzüge sind mit einem Zahnstangenfahrwerk ausgestattet, damit sie auch noch bei vereister oder verschneiter Kranbahn verfahren werden können.
Die extrem hohen Windeinflüsse können zu Eigenbewegungen der Seilbahnkonstruktion führen. Aus diesem Grund sind die jeweils gegenüberliegenden Schwenkkrane in Ruhestellung fest miteinander arretiert; der Schwenkantrieb ist in dieser Position elektrisch verriegelt. Da die Schwenkkrane in Notfällen immer einsatzbereit sein müssen, ist deren Energieversorgung durch Notstromaggregate gesichert. Erfreulicherweise kam es während der olympischen Spiele nicht zum Einsatzfall.
Rainer Büdenbender ist Kransachverständiger bei der Vetter Krantechnik GmbH in 57080 Siegen.
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