Energie Infrastruktur noch nicht bereit für Wasserstoff

Quelle: dpa

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Für einen breit angelegten Einsatz von Wasserstoff ist die Infrastruktur in Deutschland nach Ansicht des Chefs der Prüforganisation Dekra noch nicht bereit. Hier mehr dazu ...

Das ist der BMW-Prototyp eines Wasserstoff-Pkw: Der BMW iX5 Hydrogen. Zwar schreitet die Wasserstofftechnik stetig voran, doch die Experten der Dekra zweifeln daran, ob Deutschlands Infrastruktur schon flächendeckend dafür bereit ist. Hier ein Statement.(Bild:  BMW)
Das ist der BMW-Prototyp eines Wasserstoff-Pkw: Der BMW iX5 Hydrogen. Zwar schreitet die Wasserstofftechnik stetig voran, doch die Experten der Dekra zweifeln daran, ob Deutschlands Infrastruktur schon flächendeckend dafür bereit ist. Hier ein Statement.
(Bild: BMW)

Viele wissen: Wasserstoff ist eine hochexplosive Chemikalie! Und bekanntlich ist es ein Element, das die Behälter, in denen es transportiert wird, sehr aggressiv angreift. Das betonte der Dekra-Vorstandsvorsitzende Stan Zurkiewicz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Materialien, die dem Wasserstoff ausgesetzt sind, könnten dabei etwa verspröden, undicht werden, und das Gas könne austreten. In Zukunft müssten deshalb vor allem Erdgaspipelines für den Transport von Wasserstoff umfunktioniert werden. Dabei müsse die Frage erlaubt sein, ob die bestehende Infrastruktur angesichts der chemischen Eigenschaften von Wasserstoff sicher genug sei. Der Dekra-Entscheider meint: „Ich meine, es ist noch zu früh. Auch Autohersteller und andere Industrien, die Wasserstoff als Energiequelle nutzen wollen, müssten sich mit diesem Thema noch intensiver befassen. Immerhin funktioniert es in Japan offensichtlich schon seit Jahren mit dem Pkw! Und auch die Lkw-Logistik übt das Fahren mit Wasserstoff bereits seit Monaten in der Praxis problemlos aus.

Dennoch: Keine Angst vor dem Wasserstoffauto!

In Zukunft spielt Wasserstoff trotz dieser technischen Hürden aber eine entscheidende Rolle, wie der Dekra-Entscheider prognostiziert. Im Nutzfahrzeugbereich für den Langstreckentransport wird Wasserstoff seiner Meinung nach wahrscheinlich die dominierende Antriebstechnik sein. Die Entwicklung der Wasserstofftechnik für einen flächendeckenden Einsatz liege aber derzeit etwa zehn Jahre hinter der von Batteriesystemen, was aber wohl kaum an den Fahrzeugherstellern liegt, sondern vielmehr an der vorab geschehenen politischen Unterstützung und Weichenstellung zugunsten der Batterie.

Blick auf das Antriebssystem des Wasserstoff-Pkw BMW iX5 Hydrogen, den Dekra jetzt zusammen mit BMW auf die Straße bringen will.(Bild:  BMW)
Blick auf das Antriebssystem des Wasserstoff-Pkw BMW iX5 Hydrogen, den Dekra jetzt zusammen mit BMW auf die Straße bringen will.
(Bild: BMW)

Die Prüforganisation arbeitet immerhin derzeit mit dem Autobauer BMW zusammen und prüfte zuletzt einen Prototypen der Wasserstoff-Kleinserie BMW iX5 Hydrogen in Vorbereitung auf die Straßenzulassung. Dafür sei ein speziell ausgestatteter Prüfstand mit Explosionsschutzkonzept zum Einsatz gekommen. Grundsätzlich seien wasserstoffbetriebene Fahrzeuge aber genau so sicher wie diesel- oder benzinbetriebene Modelle, kann Dekra beruhigen. Ein Wasserstoffaustritt komme selten vor.

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