Spanende Fertigung Innovationen rund ums Zahnrad

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Weiterentwickelte Wälzfräs- und Schleifmaschinen steigern Produktivität beim Verzahnen.

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Keine Frage, wegen seiner hohen Wirtschaftlichkeit ist das Wälzfräsen das dominierende spanende Fertigungsverfahren zur Herstellung außenverzahnter Zahnräder. Die Gleason Corporation, nach eigenen Angaben Marktführer von Maschinen und Werkzeugen für die Herstellung von Verzahnungen, hat die Leistungsfähigkeit ihrer Wälzschleifmaschinen weiter vorangetrieben. So ist die neue CNC-Kegelradwälzmaschine Phoenix II 600HC mit direkt angetriebenen Spindelmotoren ausgerüstet, wodurch die Einricht-/Rüst- und Bearbeitungszeiten weiter reduziert werden. Höhere Beschleunigungsdrehzahlen beziehungsweise Drehzahlreduzierungen sowie höhere Drehmomente in Kombination mit kürzeren, schnelleren Achsbewegungen verringern die Nebenzeiten zwischen den Maschinenzyklen und verbessern damit die Gesamtproduktivität beim Bearbeitungsvorgang. Die Kegelradwälzfräsmaschine verfügt den Angaben nach über eine einzigartige Konstruktionsbauweise mit monolithischem Ständer und ist optimal geeignet für die Trockenbearbeitung, kann aber ebenso für die Nassbearbeitung eingesetzt werden. Das Konzept der 600HC basiert auf der 275HC, ist jedoch für Teilkreisdurchmesser bis zu 600 mm ausgelegt und benötigt eine 35% kleinere Aufstellfläche als vergleichbare Maschinentypen dieser Klasse. Fräskopfspindel und Werkstückspindel sind direkt am Ständer montiert. Die Fräskopfspindel dreht sich zur Erzeugung des Grundwinkels. Die Schwenkbewegung der Fräskopfspindel ermöglicht die kürzeste Auskragung sowohl vom Fräser als auch vom Werkstück für maximale Steifigkeit und optimale thermische Stabilität.Für flottes Verzahnen ausgelegt ist auch die Verzahnmaschine P 90 G, die drei Schleifverfahren und das Wälzfräsen kombiniert. Durch den Einsatz von Hochgeschwindigkeitsspindeln mit Direktantrieb für Werkstückspindelstock und Werkzeugspindel bietet die Maschine ein großes Maß an Universalität für verschiedene Schleifprozesse, betont der Hersteller. Für die einzelnen Verfahren Profilschleifen oder Wälzschleifen mit Schleifschnecken stehen spezielle Softwarepakete zur Verfügung. Sämtliche Prozesse basieren auf dem Einsatz von nicht abrichtbaren CBN-Schleifscheiben. Die Maschine ermöglicht den Einsatz von Schleifscheiben mit kleinem Durchmesser, was sich in kurzen Bearbeitungszeiten spiegelt. Damit ist es möglich, zum Beispiel Ritzel zu schleifen, deren Verzahnung nicht auslaufend ist. Die Maschine kann mit einem schnellen, integrierten Ladeportalsystem ausgerüstet werden, das einfach an verschiedene Werkstücke anzupassen ist, was die Zykluszeiten reduziert. Die Siemens-CNC mit Windows-orientierter Bedienoberfläche und menügeführter Programmierung vereinfachen die Bedienung. Die dritte weiterentwickelte Maschine ist die Wälzschleifmaschine 245TWG zur Hartfeinbearbeitung von Verzahnungen mit vertikaler Werkstückachse, die mit abrichtbaren, keramisch gebundenen Schleifschnecken arbeitet. Die Schleifscheibe mit einer Breite von 180 mm und einem Durchmesser von 220 mm ermöglicht hohe Werkzeugstandzeiten. Mit der Spindeldrehzahl von maximal 6000 min-1 kann die für keramisch gebundenen Scheiben maximale Schnittgeschwindigkeit von 63 m/s ausgenutzt werden.

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