Zahnräder/Getriebe Insolvente Gebr. Brinkmann sucht Investor

Redakteur: Stéphane Itasse

Nach der Insolvenz des Zahnrad- und Getriebespezialisten Gebr. Brinkmann GmbH, Detmold, ist jetzt die Suche nach einem Investor eingeleitet worden. Wie die mit der Betreuung des Investorenprozesses beauftragte Beratungs- und Prüfgesellschaft Mentor AG, Tier/Minden, mitteilt, soll durch den Verkauf Brinkmann nachhaltig saniert werden.

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Damit die Geschäfte beim Zahnrad- und Getriebespezialisten Gebr. Brinkmann weiterlaufen können, sucht das Unternehmen einen Käufer.
Damit die Geschäfte beim Zahnrad- und Getriebespezialisten Gebr. Brinkmann weiterlaufen können, sucht das Unternehmen einen Käufer.
(Bild: Gebr. Brinkmann)

Am 15. Oktober 2012 stellte die Geschäftsführung Gebr. Brinkmann GmbH, Detmold, einen Antrag zur Einleitung eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der in Detmold ansässige Rechtsanwalt Raimund Schafmeister ernannt, wie Mentor mitteilt.

Brinkmann ist den Angaben zufolge ein langjährig am Markt etabliertes, mittelständisches Unternehmen der Antriebstechnik. Aktuell rund 140 Mitarbeiter entwickelten und fertigten üblicherweise nach kundenseitigen Konstruktionen Zahnräder und Präzisionsgetriebe (insbesondere Zahnrad-, Schnecken- und Planetengetriebe) in Klein- und Mittelserien für eine Vielzahl von Industriekunden. Im Jahr 2010 hatte Brinkmann die Werkzeugmaschinenfertigung eingestellt, den Service- und Ersatzteilbereich aber weitergeführt.

Bei den Getrieben verfügt die Gebr. Brinkmann GmbH laut dem letzten verfügbaren Jahresabschluss 2010 über viele Abnehmerbranchen: Führend war die Verfahrenstechnik mit einem Anteil von 37 % von der Lebensmittel- und der Kunststoffindustrie mit jeweils 14 %. Es folgten die Druck- und Papierindustrie sowie die Fördertechnik mit jweils 13 %. Weitere Abnehmer fanden sich bei Baumaschinen (7 %) sowie in der Stahl- und Metallherstellung und -verarbeitung (2 %).

In der Zahnradsparte dominieren die Abnehmer aus der Pkw- und Nutzfahrzeugindustrie mit 52 %. Die Pumpen- und Kompressorenhersteller folgen mit 42 %. Kleinere Abnehmergruppen sind die Verfahrenstechnik (2 %), die Stahl- und Metallherstellung und -verarbeitung (2 %)., die Baumaschinen (1 %) und die Fördertechnik (1 %).

Der Umsatz der Gebr. Brinkmann GmbH hatte nach Auskunft der Mentor AG im Jahr 2008 noch circa 22,2 Mio. Euro erreicht, war dann im Jahr 2009 auf rund 11,4 Mio. Euro eingebrochen. Bis zum Jahr 2011 erholte sich der Umsatz auf etwa 17,7 Mio. Euro. In den Jahren 2009 und 2010 erlitt das Unternehmen Verluste beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

Nachdem der Geschäftsbetrieb zeitnah stabilisiert werden konnte, bemüht sich das Management des Unternehmens gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter um eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens vorzugsweise durch Verkauf an einen externen Dritten, heißt es weiter. Die Betreuung des nunmehr initiierten Investorenprozesses erfolge durch die Mentor AG. Ansprechpartner für potenzielle Interessenten ist Uwe Borgers, uwe.borgers@mentor.ag, Tel. (06 51) 9 70 59-0.

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