Ergonomie Integralschaum in Bürostühlen verbessert Gesundheit

Redakteur: Kirsten Nähle

Ein Kunststoff mit den Dämpfungseigenschaften von Weichschaum und der Langlebigkeit von Polyurethan-Integralschaum verbessert die Ergonomie von Arbeitsplätzen. Das Material ist genauso robust und pflegeleicht wie Polyurethan und eignet sich daher für Anwendungen in Produktion, Werkstatt und Labor.

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Der Integralschaum Dipointegral VE kombiniert gute Dämpfungseigenschaften mit Langlebigkeit und wird unter anderem bei der Produktion ergonomischer Arbeitsstühle eingesetzt. (Bild: Schaffer)
Der Integralschaum Dipointegral VE kombiniert gute Dämpfungseigenschaften mit Langlebigkeit und wird unter anderem bei der Produktion ergonomischer Arbeitsstühle eingesetzt. (Bild: Schaffer)

Starre Haltung, längeres Stehen und Sitzen führen am Arbeitsplatz häufig zu gesundheitlichen Problemen wie Muskel- und Skeletterkrankungen. Die Folge: Fehlzeiten, geringere Arbeitsqualität und Produktionsrückgänge, die Arbeitgeber EU-weit Milliarden kosten.

Integralschaum verbessert Ergonomie von Arbeitsplätzen

Materialien, die die Ergonomie von Arbeitsplätzen verbessern, gewinnen daher an Bedeutung. Ein Integralschaum von Schaffer, Diepholz, vereint die besonders guten Dämpfungseigenschaften eines Weichschaums mit den Vorzügen eines langlebigen Polyurethan-Integralschaums und ist in Bürostühlen, Steharbeitshilfen und Bodenmatten verwendbar.

Viskoelastische Weichschäume, wie sie unter anderem für Matratzen oder Sitzflächen verwendet werden, haben den großen Vorteil, dass das Material den Körper regelrecht umfließt und so den Druck optimal verteilt. Druckspitzen, etwa an Sitzbeinhöckern, werden vermieden. Ihr Nachteil: Die Oberfläche von Weichschäumen ist offenporig und damit empfindlich.

Neuer Integralschaum bietet auch Vorteile viskoelastischer Weichschäume

Integralschäume dagegen weisen eine geschlossenporige, äußerst robuste Oberfläche auf. Der semielastische Integralschaum Dipointegral VE kombiniert die Vorzüge beider Kunststofftypen.

Das Ergonomie Institut München hat das Material bereits in Arbeitsstühlen getestet. Dabei bestand die Sitzfläche des einen Stuhls aus herkömmlichem, elastischem Polyurethan-Kunststoff, die des anderen aus dem semielastischen Integralschaum. Die Untersuchungen erfolgten mit dem sogenannten „Sedometer“, einem Sitzmessgerät, das eine auf einem Stuhl sitzende Person simuliert.

Spitzendruckwerte durch Integralschaum liegen deutlich unter Grenzwerten

Spitzendruckwerte, wie sie vor allem im Bereich der Sitzbeinhöcker auftreten, werden von dem Material hervorragend kompensiert. Die gemessenen Werte lagen im Mittel zwischen 1,48 N/cm² (bei kleinen und leichten Personen) und 2,83 N/cm² (bei großen und schweren Personen) und unterschritten somit den Grenzwert von 3,0 N/cm², den der TÜV Rheinland und die LGA Beteiligungs GmbH Nürnberg bei der Vergabe des Zertifikats „Ergonomie geprüft“ für Bürodrehstühle verwenden.

Zudem mindert Dipointegral VE gegenüber dem herkömmlichen Kunststoff Druck besser: um 44% bei kleinen/leichten Personen sowie um 21% bei großen/schweren Personen.

Wirbelsäule und Bandscheiben durch Integralschaum entlastet

Die guten Dämpfungseigenschaften des Materials reduzieren die Belastung von Bandscheiben und Wirbelsäule beim Sitzen. Das Ergonomie Institut München beurteilt den Integralschaum daher aus ergonomischer Sicht positiv. Die Noppen auf den Oberflächen von Sitzpolster und Rückenlehne erleichtern die Luftzirkulation und optimieren die mikroklimatischen Eigenschaften des Stuhls.

Dabei bietet der Kunststoff weiterhin alle Vorzüge von Polyurethan: Er ist robust, dauerelastisch, pflegeleicht und resistent gegenüber Ölen, Lösungsmitteln und vielen Chemikalien, weswegen er sich besonders für Anwendungen in Produktion, Werkstatt und Labor eignet.

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