Integrierter Brandschutz macht Heizöltanks sicher

Redakteur: MM

Um eine wirtschaftliche und sichere Lagerung von Heizöl zu gewährleisten, wurde ein Sicherheitstank aus schlagzähem und stoßfestem Kunststoff entwickelt. Er besteht aus einem Innenbehälter und einer...

Anbieter zum Thema

Um eine wirtschaftliche und sichere Lagerung von Heizöl zu gewährleisten, wurde ein Sicherheitstank aus schlagzähem und stoßfestem Kunststoff entwickelt. Er besteht aus einem Innenbehälter und einer äußeren Auffangwanne. Die eingearbeiteten Barriereschichten wurden zu einem integrierten Brandschutz weiterentwickelt. Damit erhält man sichere und leichte Tanks.Die neueste Generation der Rotex-Variosafe-Sicherheitstanks wird infolge innovativer Materialtechnologien 30% preiswerter als die Vorgängermodelle angeboten. Weil Sicherheitstanks ohne abgemauerten Auffangraum aufgestellt werden dürfen, sind diese Tanksysteme nach Angaben des Unternehmens in der Gesamtkostenbilanz sogar wirtschaftlicher als konventionelle einwandige Öltanks im Auffangraum.Die Tanks mit 1000, 750 oder 650 l Inhalt werden aus schlagzähem und stoßfestem HDPE (High Density Polyethylen) im Blasformverfahren hergestellt. Die doppelwandigen Tanks bestehen aus einem Innenbehälter und einer äußeren Auffangwanne (Bilder 1 und 2). Der Innenbehälter ist aus HDPE hergestellt, in das Titec-Barriereschichten eingearbeitet sind.Barriereschichten verhindern Diffusion von AromatenDas patentierte Titec-Verfahren ist seit Jahren bei Rotex im Einsatz. Zum einen verhindern die Barriereschichten, dass Aromate aus dem Heizöl durch den Kunststoff diffundieren und lästigen Heizölgeruch verursachen. Der zweite positive Effekt des Verfahrens ist neu. Für die Sicherheitstanks wurde das System zu einem integrierten Brandschutz weiterentwickelt. Unter Hitzeeinwirkung bilden die Moleküle in den Barriereschichten eine Matrixstruktur, die dafür sorgt, dass der Behälter dem vorgeschriebenen Brandversuch standhält. Die Sicherheitstanks sind daher in der Feuerwiderstandsklasse F 30 eingestuft.Dadurch ist ein zusätzlich eingebauter Brandschutz aus Stahlblech, der in den bisherigen, dreiwandigen Modellen zur Feuerbeständigkeit beitrug, nicht mehr erforderlich. Die neuen Sicherheitstanks sind dadurch 30% leichter als die Vorgängermodelle und vollkommen korrosionsfrei.Keine Abmauerungen im Aufstellraum mehr nötigMit den Sicherheitstanks spart der Bauherr bauwerksseitig sämtliche Abmauerungen im Aufstellraum ein, die er sonst braucht. Darüberhinaus spart er die Beschichtung mit dem Schutzanstrich ein. Und er muss sich keine Gedanken über die Folgekosten machen, wenn der Aufstellraum nach einigen Jahren zu sanieren ist. Das ist die Gesamtrechnung, die man als Bauherr anstellen muss. Und der Bauherr kann mit Sicherheitstanks sogar bis zu 5000 l Heizöl direkt neben seinem Heizkessel aufstellen, weil er gar keinen separaten Aufstellraum mehr benötigt. Das spart Platz im Kellergeschoss, vor allem bei knapp bemessenen Grundrissen.Der Arbeitskreis Kunststoff-Batterietanks im Bundesverband Lagerbehälter e.V. hat die Umweltministerien aller Bundesländer angeschrieben und angeregt, dass seitens der Bauvorschriften nicht mehr die abgemauerten Aufstellräume, sondern doppelwandige Sicherheitstanks als Stand der Technik angesehen werden sollten. Das ist die einzig logische Konsequenz aus einer Erhebung des TÜV Bayern. Dessen Prüfer haben festgestellt, dass rund 80% aller Aufstellräume früher oder später defekt sind und saniert werden müssen. Weil es zwar eine Pflicht gibt, öldichte Aufstellräume vorzuhalten, aber keine Kontrollpflicht, ob das so geschieht, kann man sich leicht vorstellen, welche hohe Dunkelziffer an defekten Aufstellräumen es gibt. In maroden Heizölkellern tickt eine Zeitbombe fürs Grundwasser. Mittlerweile erwartet man im Handwerk Lösungen, die innovativ sind, die Arbeit des Heizungsbauers erleichtern, dem Endverbraucher einen hohen Nutzen bieten und deshalb wirtschaftlich sind. Rotex deckt als Komplettanbieter vom Tank über den Kessel bis zur Flächenheizung ein breites Fertigungsspektrum mit vergleichsweise wenigen Einzelprodukten ab. Die Entscheidung, nur noch energiesparende Brennwertkessel zu produzieren und die Fertigung von Niedertemperaturkessein einzustellen, folgte dieser Devise. Es kann nicht darum gehen, für jeden Spezialfall die Speziallösung zu haben, sondern universell verwendbare Produkte anzubieten, die möglichst auch die Spezialfälle mit abdecken. Im Grunde ist das nichts anderes, als Sicherheit und technologischen Fortschritt in möglichst hohen Stückzahlen zu produzieren, so dass es bezahlbar wird. Und zwar für alle in Frage kommenden Verbraucher. Die Autoindustrie macht es nicht anders. Airbag, ABS; ASR; ESP und viele andere Sicherheitsfunktionen werden massenhaft gebaut und sind Standard geworden.

Artikelfiles und Artikellinks