Milliardenhilfe Intel darf sich über kräftige Nvidia-Finanzspritze freuen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der kriselnde Chip-Pionier Intel erhält eine milliardenschwere Unterstützung vom Konkurrenten Nvidia, obwohl Letzterer derzeit auch nicht wirklich kichern kann ...

Der einstmals an der Spitze der Computerchip-Technologie stehende Intel-Konzern fristet seit Längerem eher ein Schattendasein. Denn der Sprung auf den Zug mit KI-Chips ist nicht recht gelungen. Umso erstaunlicher ist, dass der blühende Konkurrent Nvidia nun mit Milliarden hilft ...(Bild:  Intel)
Der einstmals an der Spitze der Computerchip-Technologie stehende Intel-Konzern fristet seit Längerem eher ein Schattendasein. Denn der Sprung auf den Zug mit KI-Chips ist nicht recht gelungen. Umso erstaunlicher ist, dass der blühende Konkurrent Nvidia nun mit Milliarden hilft ...
(Bild: Intel)

Intel ist angeschlagen. Nvidia, früher vor allem wegen Grafikkarten ein Begriff, geht es wiederum recht gut. Denn Nvidias Chipsysteme wurden nicht zuletzt zum Schlüsselprodukt für das Training und den Betrieb von Software mit künstlicher Intelligenz (KI), wodurch der Börsenwert astronomisch anstieg. Nvidia wird nun sogar, wie die dpa meldet, Intel-Aktien für rund fünf Milliarden Dollar kaufen. Noch wichtiger könnte für Intel aber die technische Kooperation sein, wie es weiter heißt. Denn beide wollen demnach in Zukunft zusammen Chips entwickeln. Intel wird unter anderem Prozessoren seines X86-Systems bauen, die an Nvidia-Technik für Rechenzentren angepasst sind. Aufgrund der Nachricht kletterte die Intel-Aktie im US-Handel um satte 23 Prozent nach oben. Die Partnerschaft mit Intel zeuge davon, dass sich die Computerwelt grundlegend verändert habe, sagte Nvidia-Chef Jensen Huang.

Von der Spitze zur Mittelmäßigkeit

Intel war einst eine führende Marke in der Chipindustrie. Doch in den vergangenen Jahren verlor der Konzern zunehmend an Bedeutung. Smartphones und die meisten Tablet-Computer laufen mit Technologie des Chipentwicklers Arm – also nichts mehr mit „Intel inside“. Und mit Blick auf Systeme für die KI komme derzeit niemand an Nvidia heran. Der Plan von Intel ist schon länger, verstärkt zum Auftragsfertiger für andere Chiphersteller zu werden. Doch bisher zögern potenzielle Kunden. Die ambitionierten Pläne zum Bau neuer Fabriken wurden deshalb zurückgefahren. Unter anderem wurde das geplante Werk in Magdeburg gestrichen. Auch der Nvidia-Chef machte aber der Pressekonferenz nach der Ankündigung keine Zusage, ob man Intels Kapazitäten zur Auftragsfertigung nutzen wird.

Nvidia profitiert auf Anhieb davon

Die US-Regierung sicherte sich übrigens jüngst einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel. Dafür dienten bereits im vergangenen Jahr zugesagte Milliardensubventionen als Kaufpreis. Intel sollte das Geld ursprünglich unentgeltlich als Unterstützung beim Bau neuer Fabriken in den USA bekommen. Aber US-Präsident Donald Trump wollte eine Gegenleistung dafür. Für Nvidia dagegen war die Investition gleich am ersten Tag lukrativ. Denn der Kaufpreis bei der Investition lag bei 23,28 Dollar. Der Kurs stieg zum Handelsschluss in New York aber nach der Ankündigung auf 30,57 Dollar. Aber auch Nvidia hat kein leichtes Leben! Denn China will eigenen großen Unternehmen den Kauf eines Hightech-Chips verbieten, der aber extra entwickelt wurde, um Handelsbeschränkungen zu umgehen:

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