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Kunden sind bereit, mehr für personalisierte Produkte zu zahlen
Kundenspezifische Fertigung – Die voranschreitende Entwicklung bei KI und Software Intelligenz ermöglicht Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die hochgradig personalisiert sind. Ein Fünftel der Verbraucher gaben bei einer Untersuchung von Deloitte an, dass sie bereit sind, für personalisierte Produkte und Dienstleistungen einen Aufschlag von 20 % zu bezahlen. Eine stärkere Personalisierung führt zu mehr Vertrauen und einer höheren Markenbindung. Daimler nutzt beispielsweise Echtzeitdaten von Bauteilen und deren Verfügbarkeit, um effizient auf Fahrzeugänderungen zu reagieren und diese anzupassen. Der Automobilhersteller stellt sogar eine App bereit, mit der Kunden den Fortschritt „ihrer“ Fahrzeugmontage verfolgen können (Joyful Anticipation).
Autonome Optimierung – KI-Systeme überwachen verbrauchte Mengen, Zykluszeiten, Temperaturen, Durchlaufzeiten, Fehler und Ausfallzeiten, um die Produktionsabläufe kontinuierlich zu optimieren. KI kann es uns ermöglichen, Daten in einer herstellerunabhängigen Umgebung, in der alle Maschinen dieselbe Sprache sprechen, in verwertbare Informationen umzuwandeln. Die Produktionseffizienz von Maschine zu Maschine in der Fertigung erhöht sich. Siemens rüstet bereits Geräte mit KI-Fähigkeiten aus, um die Zuverlässigkeit von Stromnetzen zu verbessern, Störungen im Netz zu klassifizieren und zu lokalisieren und die notwendigen Berechnungen aus der Ferne durchzuführen, damit sich elektrische Systeme selbst wiederherstellen.
Ja, es gibt auch Widerstand gegen die Implementierung von KI-Systemen. Viele Unternehmen zögern, umfangreiche Produktions- und Prozessdaten auszutauschen, da diese streng vertraulich sind. Andere haben Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und fehlender Standards. Mitarbeiter befürchten, dass sie durch Maschinen ersetzt werden oder verweigern eine Zusammenarbeit mit KI-Systemen.
Es besteht zudem die Herausforderung, Daten zwischen verschiedenen Gerätetypen und Backoffice-Systemen mit hoher Zuverlässigkeit und geringer Latenz zu integrieren. Das ist wichtig, damit die Systeme von Echtzeit-Erkenntnissen profitieren. Eine Datenmanagement-Plattform bietet Skalierbarkeit mit den erforderlichen Funktionen zum Erheben, Integrieren, Verarbeiten und Austauschen großer Datenmengen mit einem hohen Maß an Leistung und Sicherheit.
Trotz aller Bedenken kann KI ganzheitlich betrachtet den Weg für Effizienzsteigerungen in der gesamten Fertigungsorganisation ebnen. Technologie, Mitarbeiter und Prozesse werden sich im Laufe der Zeit anpassen. Maschinelles Lernen kann dann zu einem unverzichtbaren Bestandteil in Fertigungsunternehmen werden und Produktqualität und Kundenservice verbessern.
* Stephan Romeder ist Geschäftsführer bei Magic Software Enterprises (Deutschland) GmbH in 85737 Ismaning, Tel. (0 89) 96 27 30, infogermany@magicsoftware.com, www.magicsoftware.com/de
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