Messtechnik Intelligentes Condition Monitoring erkennt realen Bauteilverschleiß

Autor / Redakteur: Eva-Maria Schönitz und Thomas REichert / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Verschleiß ist eine Hauptursache von Bauteilbeschädigungen und Anlagenausfällen. Ein Condition-Monitoring-System erfasst die Größen, die den Maschinenzustand beeinflussen. Methoden der künstlichen Intelligenz analysieren das Zusammenwirken der verschiedenen Verschleißfaktoren.

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Verschleißbedingte Stillstandszeiten eines Windrades, Öltankers oder einer Abraumförderbrücke können den Betreiber mehrere hunderttausend Euro kosten. Um solch einem Ausfall frühzeitig entgegenzuwirken, kommt der Überwachung von Maschinen und Anlagen eine immer größere Bedeutung zu.

Die Gemac – Gesellschaft für Mikroelektronikanwendung Chemnitz mbH entwickelte mit Partnern ein neuartiges Condition-Monitoring-System, das unter anderem durch Methoden der Künstlichen Intelligenz frühzeitig Aussagen über den Maschinenzustand treffen kann. Deuten sich Fehler an oder werden Verschleißgrenzen erreicht, kann der Betreiber rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten, mögliche Produktionsausfälle vermeiden und letztlich die Kosten senken.

Verschleiß ist eine der Hauptursachen für Maschinenstillstände

Verschleiß ist eine der Hauptursachen für Bauteilbeschädigungen beziehungsweise den Ausfall von Maschinen und Anlagen. Um diesen Risikofaktor zu minimieren, gibt es in der Praxis bisher zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder werden feste Wartungsintervalle definiert oder Überwachungssysteme eingesetzt, um die Grenzwerte einzelner physikalischer Größen zu detektieren. Anschließend werden die entsprechenden Instandhaltungsmaßnahmen ausgelöst.

Im ersten Fall entstehen jedoch unnötige Kosten und im zweiten Fall wird das Zusammenwirken aller Verschleißfaktoren nur ungenügend berücksichtigt. Diese Nachteile werden mit dem neuen Condition-Monitoring-System der Gemac behoben. Das Chemnitzer Unternehmen entwickelte das Condition-Monitoring-System im Rahmen eines vom BMBF geförderten Verbundprojektes gemeinsam mit dem Institutsteil Entwurfsautomatisierung EAS am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Dresden, dem Unternehmen Brueninghaus Hydromatik Horb und unter Mitarbeit von VW Chemnitz.

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