Wasserstoff digital Internet of Things hilft bei der Gewinnung von grünem Wasserstoff

Quelle: Pressemitteilung

Enapter will in Saerbeck eine Fabrik für Elektrolyseure errichten. Damit diese von Haus aus effizienter werden, helfen Forschende an der FH Münster mit ihrer Expertise in Sachen IoT.

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Tafelarbeit in digitalen Zeiten an der FH Münster. Doch die hat Zweck! Denn eine Projektgruppe will dort mit gesammelten Praxisdaten einen „umfassend informierten“ digitalen Zwilling von Elektrolyseuren schaffen. So soll grüner Wasserstoff per IoT-Know-how noch effizienter zu gewinnen sein. Profitieren wird die neue Enapter-Fabrik in Saerbeck.
Tafelarbeit in digitalen Zeiten an der FH Münster. Doch die hat Zweck! Denn eine Projektgruppe will dort mit gesammelten Praxisdaten einen „umfassend informierten“ digitalen Zwilling von Elektrolyseuren schaffen. So soll grüner Wasserstoff per IoT-Know-how noch effizienter zu gewinnen sein. Profitieren wird die neue Enapter-Fabrik in Saerbeck.
(Bild: FH Münster / F. Tebbe)

Das grundlegende Ziel ist es, einen digitalen Zwilling der Elektrolyseure zu entwickeln. Dazu sammeln Sensoren Daten, die dann in eine Cloud übermittelt werden, um sie von dort aus zu analysieren – das ist auch der Gedanke des Internet of Things (IoT), das an der FH Münster ein Kernthema bildet. Das Wissen, das eine Arbeitsgruppe im Rahmen eines vom Präsidium der Hochschule geförderten Projekts in den vergangenen Jahren dazu gesammelt hat, fließt nun in die Industrie ein, wie man betont. Konkret wird das Unternehmen Enapter in den Genuss kommen, das mit der Hochschule an der Herstellung von Elektrolyseuren arbeitet, die grünen Wasserstoff produzieren sollen. Das Ganze geschieht im Rahmen des interdisziplinären Projekts „Elefact“, das Anfang des Jahres angelaufen ist und drei Jahre dauern wird.

Sensor- und Produktionsdaten digital vernetzen

Prof. Dr. Ralf Ziegenbein (rechts im Bild) vom Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD) der FH Münster erklärt: „Wir statten Enapter nun mit IoT-Technik aus, um die dortige Fertigung zu entsprechend der Zielvorgaben zu unterstützen.“ Ziegenbein, Markus Gilbert (links im Bild) und andere planen, in der Enapter-Fabrik nun, die Sensoren und auch Kameras zu installieren, deren Daten auf einem Server des Unternehmens gespeichert werden. Enapter selbst baut aber sowieso schon Sensoren in seine Systeme ein. Prinzipiell gehe es darum Sensor- und Produktionsdaten zu vernetzen. Der Clou ist nach Aussage der beiden Experten aber, dass die Hochschule dann auf die Daten aus der Enapter-Fertigung zugreifen kann – ohne die Produktion zu stören. Bestimmte Sensoren und Kameras sollen auch für Studierende zugänglich sein, die dadurch in Projekt- und Abschlussarbeiten in der laufenden Produktion von Enapter arbeiten können.

Praxisdaten bringen digitalen Zwilling auf die Welt

Mit den gewonnenen Mess- und Bilddaten könne man direkt aus der Arbeit der Industrie lernen und dabei feststellen, welche Rolle das IoT in einem Unternehmen wie Enapter spielt, so Ziegenbein. Das IPD-Team plant, während der gesamten Lebensdauer der Elektrolyseure Daten von den Geräten zu gewinnen. Das kommt dem Product-Lifecycle-Management zugute, denn die Datenausbeute erstreckt sich so vom Bau bis zum Rückbau der Elektrolyseure, wie man erklärt. Das gibt Aufschluss darüber, wann sie gewartet werden müssen und in welchem Umfang sie arbeiten, führt Gilbert weiter aus. Und wenn ein Wartungsunternehmen Ersatzteile einbaut, könnten die Experten auch diese Statusveränderungen erfassen. So entsteht mit der Zeit ein „digitaler Zwilling“ des Elektrolyseurs. Durch die gewonnenen Datensätze können die Geräte dann natürlich optimiert werden und neuartige, bessere Elektrolyseure entstehen. Man schlage sozusagen die digitale Brücke zu Enapter, was die angewandte technische Betriebswirtschaft bedeute. Die Zusammenarbeit des IPD-Teams ist aber nur einer von mehreren Bausteinen von „Elefact“.

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