Panzer für Italien Italien beschert Rheinmetall wohl größten Auftrag der Geschichte

Quelle: Handelsblatt 2 min Lesedauer

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Rheinmetall steht nach Aussage von Brancheninsidern vor dem bisher größten Auftrag der Unternehmensgeschichte, wie das Handelsblatt berichtet. Hier die Details

Der Kampfpanzer Panther (Bild) soll das System Leopard ersetzen. Und mit dem Lynx soll ein moderner Schützenpanzer ins Verteidungsspiel kommen. Beide Systeme entwickelt Rheinmetall. Italien ist so interessiert, dass es für die Düsseldorfer ein Jahrhundergeschäft werden könnte.(Bild:  Rheinmetall)
Der Kampfpanzer Panther (Bild) soll das System Leopard ersetzen. Und mit dem Lynx soll ein moderner Schützenpanzer ins Verteidungsspiel kommen. Beide Systeme entwickelt Rheinmetall. Italien ist so interessiert, dass es für die Düsseldorfer ein Jahrhundergeschäft werden könnte.
(Bild: Rheinmetall)

Demnach will der italienische Staat den von Rheinmetall entwickelten Kampfpanzer Panther sowie den Schützenpanzer Lynx bestellen. Der Konzern kooperiert dabei mit dem italienischen Hersteller Leonardo, wie es weiter heißt. Gestern bestätigten beide Unternehmen in einer Mitteilung die Gründung des 50:50-Joint-Ventures. Die technischen und industriellen Synergien zwischen Leonardo und Rheinmetall sind nach Ansicht von Leonardo-Entscheidern eine einzigartige Gelegenheit, hochmoderne Kampfpanzer und gepanzerte Infanteriefahrzeuge zu entwickeln. Ziel der Vereinbarung ist die industrielle Entwicklung und anschließende Vermarktung des neuen Kampfpanzers Panther sowie der neuen Lynx-Plattform für das gepanzerte Infanteriekampfsystem (AICS) im Rahmen der Kampfsystemprogramme der italienischen Armee. Rheinmetall-Chef Armin Papperger zufolge wollen beide Unternehmen aber sowohl den italienischen Markt als auch andere Partnerstaaten bedienen, die Modernisierungsbedarf im Bereich solcher landgestützter Kampfsysteme haben. Die Umsetzung der gestern unterzeichneten Absichtserklärung unterliegt aber noch der vorherigen Genehmigung durch die zuständigen Regulierungsbehörden – einschließlich der Europäischen Kommission und der jeweiligen nationalen Wettbewerbsbehörden.

Das hier ist das zweite gepanzerte Fahrzeugsystem, um das es bei dem Rekordauftrag für Rheinmetall mit Italien geht: der neue Schützenpanzer Lynx, hier beim Übungsschießen.(Bild:  Rheinmetall)
Das hier ist das zweite gepanzerte Fahrzeugsystem, um das es bei dem Rekordauftrag für Rheinmetall mit Italien geht: der neue Schützenpanzer Lynx, hier beim Übungsschießen.
(Bild: Rheinmetall)

Wenn alles klappt, sieht die Zukunft so aus ...

Das künftige Gemeinschaftsunternehmen sitzt in Italien und wird als Hauptauftragnehmer und Systemintegrator für die beiden italienischen Programme (MBT und AICS) fungieren. Es werde auch die Roadmap für die mögliche Beteiligung Leonardos am künftigen europäischen Hauptkampfsystem (MGCS) festlegen. Im Rahmen der MBT- und AICS-Programme werden Missionssysteme, Elektronik und Waffenintegration von Leonardo entsprechend den Anforderungen des italienischen Kunden entwickelt und produziert, wie Rheinmetall selber berichtet. Die Expertisen für Wehrtechnik werden auch im Falle einer italienischen Beteiligung an MGCS eine mögliche Grundlage für die Entwicklung des künftigen europäischen Kampfpanzers und der neuen, für den internationalen Export bestimmten, Versionen bilden. Mit dem neu entwickelten Kampfpanzer Panther und dem neuen Schützenpanzer Lynx verfüge Rheinmetall über die entsprechende Basistechnik, auf der in beiden Programmen aufgebaut werden könne. Endmontagelinien, Homologationstests, Auslieferungsaktivitäten und die logistische Unterstützung werden dabei in Italien mit einem dortigen Arbeitsanteil von 60 Prozent durchgeführt. Rheinmetall betreibt in Italien bereits drei Tochtergesellschaften mit insgesamt rund 1.400 Beschäftigten an fünf Standorten.

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