Globale Robotik Japan stärkt sich mit Rekordinstallationen von Robotern

Quelle: IFR 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Japan setzt in Sachen Automobilbau verstärkt auf den Einsatz von Robotersystemen, wie die International Federation of Robotics (IFR) sagt. Gleichzeitig wird das Land von US-Zöllen geplagt.

Dieses harmonische Bild zum Thema Japan darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Industrie in diesem Land vor Umbrüchen steht. Das will man mit einem Mehr an Industrierobotern managen. Gleichzeitig dämpfen die US-Zölle den wirtschaftlichen Erfolg.(Bild:  S. Pukku)
Dieses harmonische Bild zum Thema Japan darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Industrie in diesem Land vor Umbrüchen steht. Das will man mit einem Mehr an Industrierobotern managen. Gleichzeitig dämpfen die US-Zölle den wirtschaftlichen Erfolg.
(Bild: S. Pukku)

Die Automobilindustrie in Japan hat im Jahr 2024 insgesamt rund 13.000 Industrieroboter installiert, so die IFR. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um rund elf Prozent. Dieser markiere nun den höchsten Stand seit 2020. Japan gilt ja generell als das führende Herstellerland für Industrieroboter mit einem Marktanteil von 38 Prozent der globalen Roboterproduktion. Die japanische Automobilindustrie rangiert dabei in Sachen Fabrikautomation weltweit an vierter Stelle – die Roboterdichte lag 2023 bei 1.531 Robotern pro 10.000 Beschäftigten. Mit diesem Ergebnis platziere sich Japan vor den USA und vor Deutschland, aber hinter Slowenien, Korea und der Schweiz.

Roboter begleiten Japans Mobilitätswandel

Die japanische Automobilindustrie befindet sich aber derzeit auch in einem Umstrukturierungsprozess, wie es weiter heißt. Denn die meisten Automobilhersteller stellten sich auf alternative Antriebe ein, und erweiterten ihr Angebot an Elektrofahrzeugen und Brennstoffzellenmodellen für den Betrieb mit Wasserstoff. Dieses breit gefächerte Angebot erfordere eine entsprechende Produktionstechnologie. Dazu gehöre etwa ein Viertel aller Industrieroboter in Japan, die dort von den Automobilherstellern installiert werden. Nur die Elektro- und Elektronikindustrie sind die Sektoren Japans, in denen noch mehr Roboter vorhanden sind. Deren Installationen erreichten im Jahr 2024 etwa 14.000 Einheiten. Das entspreche aber dennoch einem Rückgang um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Japans Export leidet aber unter US-Zöllen

Japans Exportwirtschaft hat im Juni vor dem Hintergrund der US-Zollpolitik aber erneut einen Rückschlag erlitten. Im Jahresvergleich sind die Ausfuhren demnach um 0,5 Prozent gefallen. Sogar Analysten wurden laut dpa von diesem Dämpfer überrascht, denn sie hatten im Durchschnitt einen gleichen Prozentsatz erwartet, aber für den Anstieg der Ausfuhren. Im Mai waren die japanischen Exporte aber wegen der US-Zölle erstmals seit vergangenen Herbst wieder gesunken (-1,7 Prozent). Besonders stark war deshalb im Juni erneut der Einbruch bei der Lieferung von Waren in die USA, der im Jahresvergleich einem Minus von 11,4 Prozent entspreche. Überdurchschnittlich stark waren Ausfuhren von Autos (25 Prozent Zoll) und von japanischem Stahl (50 Prozent Zoll) betroffen. Hinzu kommt eine Basissteuer von zehn Prozent auf alle japanischen Waren.

Best Practices für den Mittelstand

Wie steht es eigentlich um Ihr Produktportfolio?

Industrial Benchmark Summit

Komplexität im Produktportfolio reduzieren und gezielt unwirtschaftliche Produkte identifizieren – wie das gelingen kann und wie sie strategisch fundiertere Entscheidungen treffen können, verrät der Autor Ephraim Triemer in unserem Format „Tool Time“ am 15. Oktober in Würzburg. Beim diesjährigen Industrial Benchmark Summit wird er seine Lösung gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen in einem dynamischen Pitchformat vorstellen.

(ID:50487969)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung