Sackl Zement! Joint Venture recycelt zigtausend Tonnen CO2 aus Zementfertigung

Quelle: Pressemitteilung von Linde 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Heidelberg Materials und Linde haben unter dem Namen „Capture-to-Use“ (CAP2U) ein Joint Venture zum Bau und Betrieb einer hochmodernen Kohlendioxidabscheide- und -verflüssigungsanlage gegründet.

Die Zementindustrie wird nachhaltiger! Denn Linde und Heidelberg Materials arbeiten zusammen, um im Zementwerk Lengfurt von Heidelber Materials zigtausend Tonnen CO2 abzuscheiden, zu verflüssigen und sie wieder dem Rohstoffkreislauf zuzuführen. Hier berichten die Partner.(Bild:  Heidelberg Materials)
Die Zementindustrie wird nachhaltiger! Denn Linde und Heidelberg Materials arbeiten zusammen, um im Zementwerk Lengfurt von Heidelber Materials zigtausend Tonnen CO2 abzuscheiden, zu verflüssigen und sie wieder dem Rohstoffkreislauf zuzuführen. Hier berichten die Partner.
(Bild: Heidelberg Materials)

Im Werk Lengfurt von Heidelberg Materials soll die Kohlendioxidabscheide- und verflüssigungsanlage dann ab 2025 die weltweit erste Carbon Capture and Utilisation (CCU)-Anlage im großtechnischen Maßstab sein, die in der Zementindustrie in Betrieb geht. Dieser ermöglicht eine Weiterverwertung des abgeschiedenen CO₂ aus der Zementproduktion, das als wertvoller Rohstoff für industrielle Anwendungen dient. Die geplante Menge an gereinigtem und verflüssigtem CO₂ betrage dann rund 70.000 Tonnen pro Jahr. Für die Umsetzung dieses Projekts werden die substanziellen Beiträge beider Partner durch Fördermittel in Höhe von rund 15 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Dekarbonisierung in der Industrie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ergänzt.

Linde vermarktet abgeschiedenes CO2 weiter

Die Anlage wird außerdem durch Linde Engineering geplant und gebaut – eines der, wie es heißt, führenden Unternehmen für CO₂-Anlagen. Das gewonnene CO₂ wird im Rahmen des Joint Ventures zum Großteil durch Linde vermarktet, wie es weiter heißt. Das aufbereitete Gas könn wegen seiner Reinheit sowohl sogar in der Lebensmittel- und in der Chemieindustrie eingesetzt werden. Im ersteren Sektor dient es beispielsweise als Kohlensäure für Mineralwasser. Der kleinere Teil wird von Heidelberg Materials genutzt, um neue Möglichkeiten zum CO2-Recycling und zur Rekarbonatisierung weiter voranzutreiben.

Auf Basis einer speziell für Rauchgase entwickelten Aminwäsche wird das Kohlendioxid direkt aus einem Teil des Abgasstroms des Zementklinkerofens abgetrennt, wie Linde erklärt. Die benötigten Anlagen zur Reinigung und Verflüssigung, die Tanks für die Zwischenlagerung des Produkts sowie die Verladeeinrichtungen gehören ebenfalls zum Projektumfang.

Linde bringe in das Joint Venture seine Expertise in puncto zukunftsweisende, gasebasierte Umwelttechnologie mit ein, die weltweit erlaube, die Produktivität zu steigern und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Und Heidelberg Materials, der Vorreiter auf dem Weg zur CO2-Neutralität in seiner Branche, hat die CO2-Abscheidung auf Basis der Aminwäschetechnologie bereits zwischen 2012 und 2016 erfolgreich getestet – aber nur im erweiterten Labormaßstab in seinem norwegischen Zementwerk in Brevik.

(ID:49328114)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung