Solarenergie Kaco New Energy plant neue Fabrik für Solar-Wechselrichter

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Kaco New Energy GmbH plant in Neckarsulm den Bau einer neuen, skalierbaren Fabrik, die eine der weltweit größten und modernsten Solarwechselrichter-Produktionen beherbergen soll. Damit wächst die Spitzenkapazität des Solartechnik-Unternehmens laut einer Mitteilung vom Freitag auf 10 GW. Wegweisende Produktions- und Prüfverfahren sollen Kostenvorteile schaffen und langlebige Produkte garantieren.

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„Mit diesem inzwischen vierten Werk in Deutschland trotzen wir dem sich stetig verschärfenden Kostendruck“, sagt Kaco-Geschäftsführer Ralf Hofmann zu dem Entschluss, die CO2-neutrale Wechselrichter-Produktion zu errichten. Über den Investitionsrahmen für das modulare Gebäudekonzept hätten die Gesellschafter derzeit Stillschweigen vereinbart.

Solar-Wechselrichter weltweit gefragt

Neben der starken Inlandsnachfrage erfordert auch die zunehmende Internationalisierung eine Ausweitung der Produktion, heißt es weiter. Ausländische Märkte würden immer mehr an Bedeutung gewinnen. Damit einher gehe eine Differenzierung der Produktpalette. „Wir wollen schneller und flexibler auf unsere Kundenwünsche reagieren. Dazu gehört auch, dass wir die Produktion blitzschnell anpassen können, um unterschiedliche Märkte mit länderspezifischen Geräten bedienen zu können“, erläutert Hofmann.

Jüngstes Beispiel für einen länderspezifischen Wechselrichter sei der Powador 18004. Als Trafogerät eigne er sich – neben Anlagen mit Dünnschichtmodulen – vor allem für die USA. Der Wechselrichter mit 15 kW AC-Nennleistung stehe am Anfang einer Reihe neuer, galvanisch getrennter und trafoloser Drehstromwechselrichter, die dieses und kommendes Jahr auf den Markt kommen und in den neuen Werkshallen gefertigt werden sollen.

Kaco investiert in Solartechnik trotz politischer Unsicherheiten

Für die Investition in ein neues Werk am Standort Deutschland habe sich Kaco trotz der politischen Unwägbarkeiten entschlossen, die mit dem Kabinettsbeschluss zur Kürzung der Einspeisevergütung entstanden seien. Dabei vertraut der Solartechnik-Hersteller nach eigenen Angaben auf Zusagen der Politik, sich für die Belange des Unternehmens stark zu machen.

So habe beispielsweise der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus erklärt, Investitionen im Land seien sicher. Beim Bürgerempfang des CDU-Kreisverbands Heilbronn, der Ende Januar in der neuen Kaco-Firmenzentrale stattfand, versprach Mappus laut Mitteilung: „Sie können einen Bauauftrag rausgeben und Ihre Arbeiter einstellen.“ Hofmann kommentiert: „Die Politik hat bei mir den Eindruck erweckt, dass die Vergütungsabsenkung nicht in der derzeit diskutierten Höhe erfolgen wird. Also bauen wir.“

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