Kalkulationssoftware

Kalkulationssoftware erhöht Planungssicherheit bei steigender Bauteilevielfalt

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Schnittstelle zwischen dem ERP-System und der Kalkulationssoftware

Um bei einem Auftragseingang die zuvor für die Angebotsabgabe ermittelten Sollzeiten wie Stückzeiten und Rüstzeiten der Produktionsplanung zur Verfügung stellen zu können, wurde eine Schnittstelle zwischen dem ERP-System IN:ERP und HSKalk eingerichtet. Damit liegen die Sollzeiten auch den Werkstattleitern, Meistern und Werkern vor, und es besteht die Möglichkeit, mit den Kalkulatoren bei Bedarf Rücksprache zu nehmen.

Die Software-Anpassungen waren nach einem halben Jahr abgeschlossen. Die eigentliche Einführung erfolgte gemeinsam mit HSI und nahm etwa 14 Tage in Anspruch. Das Einpflegen fertigungsspezifischer Technologiedaten des Unternehmens übernahmen Mitarbeiter aus der Arbeitsvorbereitung parallel zum Tagesgeschäft – auch der eine oder andere Samstagvormittag sei dabei geopfert worden, sagt Locher. Nach ersten Tests startete eine deutlich kürzere Anpassungsphase, um zusätzliche Optimierungen vornehmen zu können.

Die Anpassung der Software und die Schulung der Kalkulatoren waren nur die ersten Schritte zur tatsächlichen Einführung. Auch die Akzeptanz des Systems bei den Mitarbeitern musste noch gesichert werden, denn die vier bei Unimec beschäftigten Kalkulatoren aus der Arbeitsvorbereitung Zerspanung und die vier Kalkulatoren der Arbeitsvorbereitung Blechbearbeitung hatten Locher zufolge tagtäglich zwar ein enormes Pensum zu bewältigen, mit der alten Kalkulationsmethode seien sie trotz aller Unzulänglichkeiten aber vertraut gewesen und mit den Tools gut zurechtgekommen.

Bei Unimec entschied man sich deshalb für einen klaren Schnitt. Ab einem Stichtag durfte nur noch noch mit HSKalk gearbeitet werden. Diese konsequente Vorgehensweise erwies sich laut Locher als richtig. Die Kalkulatoren hätten sehr schnell die Vorteile des Systems erkennen können, das exakte Sollzeiten in viel kürzerer Zeit zur Verfügung gestellt habe als bis dahin. „Flexibilität, Nachvollziehbarkeit einzelner Kalkulationsschritte sowie Steigerung der Auftragseingänge und das positive Feedback aus der Fertigung bezüglich realistischer Sollzeiten bestärkten das Vertrauen in die neue Lösung“, sagt Locher: „Heute würde keiner mehr HSKalk zurückgeben wollen.“ (hk)

Die HSI GmbH auf der Metav: Halle 14, Stand A94

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