Bleibt vorerst Kein Ende der Homeoffice-Zeiten in Sicht

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Trotz der Debatte um die Rückkehr der Mitarbeiter in die Büros ist in vielen Unternehmen keine Abkehr vom Homeoffice zu beobachten, sagt eine Studie von ZEW.

Seit der Coronakrise ist das remote Arbeiten aus dem Homeoffice kaum noch wegzudenken. Allerdings wird darüber diskutiert, ob es nicht sinnvoller ist, das Ganze wieder zurückzufahren. Doch davon ist keine Spur zu finden, wie eine Studie offenbart ...(Bild:  R. Zwillmer)
Seit der Coronakrise ist das remote Arbeiten aus dem Homeoffice kaum noch wegzudenken. Allerdings wird darüber diskutiert, ob es nicht sinnvoller ist, das Ganze wieder zurückzufahren. Doch davon ist keine Spur zu finden, wie eine Studie offenbart ...
(Bild: R. Zwillmer)

In rund 82 Prozent Unternehmen aus der Informationswirtschaft arbeiten Beschäftigte mindestens einmal wöchentlich zu Hause, wie aus der Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW hervorgeht, die der dpa vorliegt. Rund 1.200 Unternehmen wurden befragt. Im verarbeitenden Gewerbe, das stärker ortsgebunden ist, sind es immerhin 48 Prozent. Der Anteil der Unternehmen, die ihren Beschäftigten mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche ermöglichen, verharre damit auf einem konstant hohen Niveau. Man sehe aktuell keine Anzeichen für eine Abkehr von solchen Angeboten. In der Vorjahresstudie lag der Wert bei den Unternehmen aus der Informationswirtschaft bei 80 Prozent, im verarbeitenden Gewerbe bei 45 Prozent.

Mitarbeiter sollen ein Recht auf Homeoffice haben

In den vergangenen Monaten hatte es eine Debatte über die Rückkehr vom Homeoffice ins Büro bei Unternehmen wie dem Softwarekonzern SAP oder der Deutschen Bank gegeben. Zuletzt hatte auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Recht auf Homeoffice gefordert. Im Koalitionsvertrag der Ampel ist festgelegt, dass Arbeitnehmer – abhängig vom jeweiligen Beruf – ein Recht auf Homeoffice erhalten sollen. Umgesetzt ist das bisher nicht, wie man anmerken muss. Die Studie zeige auch, wie stark sich mobiles Arbeiten in den vergangenen Jahren etabliert habe. Denn Vor der Coronakrise betrug der Anteil der Unternehmen mit Homeoffice-Regelungen in der Informationswirtschaft, zu der die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister zählen, lediglich 48 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe waren es 24 Prozent.

Mehr Homeoffice bei größeren Unternehmen

Mit Blick auf die nächsten zwei Jahre rechneten die Unternehmen auch nicht damit, Angebote mit mindestens einem Homeoffice-Tag pro Woche zurückzufahren. Sogar ganz im Gegenteil! Denn der Anteil an Unternehmen, die 2026 Homeoffice anbieten wollen, wird den Erwartungen zufolge weiter ansteigen. Man prognostiziert 88 Prozent in der Informationswirtschaft und 57 Prozent im verarbeitenden Gewerbe. Die Unternehmen rechen außerdem damit, dass der Anteil der Beschäftigten steigen wird, die solche Angebote nutzen werden. Trotz Zunahme stellt sich auch heraus, dass die Verbreitung mit zunehmender Frequenz abnimmt. Denn in der Informationswirtschaft erlauben aktuell zum Beispiel 22 Prozent der Player ihren Mitarbeitern, an fünf Tagen pro Woche aus dem Homeoffice zu arbeiten. Vor der Pandemie waren es 12 Prozent. Außerdem zeige sich, dass Unternehmen mit mehr Beschäftigten auch ein weitgehenderes Homeoffice-Angebot haben.

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