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Insgesamt sind bis zu 28 Varianten, in rechter und linker Ausführung, in dieser Produktionslinie für Fahrwerkskomponenten nötig. Deren Montage erfolgt sequenziell im Takt und Variantenmix der Fahrzeugherstellung, mit nur wenigen Stunden Vorlauf.
Fördersystem muss hohe Gewichte tragen und sperrige Teile sicher aufnehmen
Das setzt ein zuverlässig arbeitendes Fördersystem voraus. Es muss die Belastung aufgrund der hohen Werkstückgewichte tragen sowie gleichzeitig mit geringem Aufwand die relativ sperrigen Teile sicher aufnehmen, so dass sie montagegerecht ankommen.
Die Lösung dafür fanden die Anlagenbauer im hängenden Transport. Sie haben einen Bügel entwickelt, der mit seinem oberen Ende auf dem Werkstückträger aufliegt, bogenförmig um das Transportband herum führt und im Schwerpunkt unter dem Werkstückträger die Möglichkeit bietet, eine Abtriebswelle einzustellen.
Dazu hoben sie die Förderstrecken auf eine Höhe von bis zu 2 m an. So entstanden zwei Förderstrecken mit unterschiedlichen Streckenverläufen und Längen. Während zur einen Montagestation eine Entfernung von rund 13 m überbrückt wird, ist die zweite Strecke etwa 30 m lang.
Fördersystem erreicht Kettenzugkräfte bis 1250 N
Band eins ist mit 20 und Band zwei mit 48 Werkstückträgern ausgestattet. Jeweils 15 kg maximales Gesamtgewicht sorgen für eine insgesamt hohe Belastung des Kettenfördersystems. Aufgrund der außergewöhnlich stabilen Kette, mit der das Fördersystem Kettenzugkräfte von bis zu 1250 N erreicht, genügen dennoch vergleichsweise wenige Antriebseinheiten.
Zusammen mit einer intelligenten Stopper-Steuerung mit 10 beziehungsweise 20 Stoppern genügen im Band eins lediglich vier und im Band zwei sechs Antriebe. Von wesentlicher Bedeutung ist in diesem Zusammenhang ein von Rexroth entwickelter Hightech-Gleitwerkstoff als Gleitsohle der auf Reibung stehenden Werkstückträger.
Die Werkstückaufhängung ist eine neue Dimension für den Werkstücktransport mit Kettenfördersystemen. Sie erweitert die Einsatzmöglichkeiten vor allem mit schweren oder sperrigen Teilen. Der wesentliche Vorteil im Vergleich zu Sonderlösungen oder den relativ aufwändigen Hängebahnen ist die Standardisierung der Komponenten. Sie erlauben individuelle Lösungen aus dem Baukasten. Anlagenbetreiber haben die Sicherheit, Verkettungen flexibel anpassen zu können.
Günther Zettl gehört zum Global Account Management Automotive Team der Bosch Rexroth AG, 80637 München.
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