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Pick-up-Prinzip und Vertikalkonzept verkürzen die Nebenzeiten
Die Abfuhr der beim Fräsen anfallenden heißen Späne stellt in der vertikalen Maschine keinerlei Problem dar. Nach dem konstruktionsbedingt freien Fall landen diese im Späneförderer. Für kurze Nebenzeiten sorgt bei der Anlage zusätzlich das typische Emag-pick-up-Prinzip: Die Arbeitsspindel nimmt das Bauteil vom Förderband, fährt es zum Reitstock, wo es mithilfe des Reitstockflansches sehr gut abgestützt wird, und transportiert es dann nach dem Wälzfräsen wieder aus dem Arbeitsraum heraus. Dieses integrierte Automatisierungskonzept ist angesichts von kurzen Wegen nicht nur schnell, sondern garantiert auch eine hohe Anlagenverfügbarkeit.
Gleichzeitig sichert die VLC 200 H die nötige hohe Bauteilqualität – und das über die gesamte Lebensdauer. Dafür sorgt zunächst ein schwingungsarmer Maschinengrundkörper aus dem Polymerbeton Mineralit. Optional lässt sich noch ein Messtaster in den Arbeitsraum integrieren, der entweder für Orientierungsaufgaben verwendet werden kann oder das fertig bearbeitete Bauteil vermisst. Der Anwender wird damit sogar in die Lage versetzt, eine Bearbeitungskorrektur durchzuführen. Die genannte Ausrüstung soll die Qualitätssicherung innerhalb der Produktion bei jeder Fertigungsaufgabe effektiv unterstützen.
Zahnradherstellung mit einem Schnitt
Soll dieses automatisierte, auf Basis einer modularen Plattform entwickelte Hochleistungspaket in ein Fertigungssystem integriert werden, eröffnen sich den Produktionsplanern mehrere Möglichkeiten: So ist sowohl ein gerichteter Teilefluss als auch eine umlaufende Automation sowie eine Verbindung per Chaku-Chaku-Prinzip (Japanisch für Fließ- oder Reihenproduktion) denkbar. Für ausnehmend kurze Gesamttaktzeiten sorgt dabei ein von den Emag-Entwicklern durchkonzipierter Ablauf, der vorsieht, dass nach dem Drehen der Rohlinge (etwa auf einer VL-2-Maschine von Emag) der Verzahnungsprozess auf der VLC 200 H startet. Der abschließende Entgratprozess und das beidseitige Anfasen erfolgen mit einer VLC 100 D. Alle Maschinen basieren dabei auf den erwähnten „modularen Standards“. Der entscheidende Vorteil: Die Zahnradproduktion kommt mit nur einem Schnitt aus, weil das Anfasen der Verzahnung spanend erfolgt. Alternative Produktionsphilosophien setzten teilweise nach dem Entgraten auf einen zweiten Schnitt. Mit der modularen Emag-Lösung und der Koepfer-Technik sinkt die Taktzeit für ein Zahnrad mit nur einem Schnitt deutlich ab.
Insgesamt bewertet man die Marktchancen, die sich der VLC 200 H bieten, als außerordentlich gut. Vor allem, wenn es darum geht, eine großvolumige Zahnradproduktion zu optimieren oder neu aufzubauen. Mit der Maschine steht eine effiziente Anlage mit integrierter Automation zur Verfügung, die sich in ganz unterschiedlicher Weise konfigurieren lässt – ein interessantes Spektrum an Möglichkeiten für Produktionsplaner in der Zahnradfertigung. MM
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