KI-Kollegen KI-Roboter lösen Probleme der Logistikbranche

Quelle: IFR 3 min Lesedauer

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Die International Federation of Robotics (IFR) ist der Meinung, dass Roboter, die über künstliche Intelligenz (KI) verfügen, zum Beispiel den Fachkräftemangel zum Teil ausgleichen können.

Die Logistikbranche ist der Motor für die Wirtschaft weltweit. Doch leider fehlen in vielen Ländern aus diversen Gründen die nötigen Fachkräfte. Um das Problem zu entschärfen, plädiert die International Federation of Robotics (IFR) etwa für den Einsatz von KI-basierten Robotern.(Bild:  Mobile Industrial Robots)
Die Logistikbranche ist der Motor für die Wirtschaft weltweit. Doch leider fehlen in vielen Ländern aus diversen Gründen die nötigen Fachkräfte. Um das Problem zu entschärfen, plädiert die International Federation of Robotics (IFR) etwa für den Einsatz von KI-basierten Robotern.
(Bild: Mobile Industrial Robots)

Die globale Logistikbranche spielt im internationalen Handel bekanntlich eine Schlüsselrolle. Nicht zuletzt hat sie ein Marktvolumen von rund 10 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Zuge einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage investierten Logistiker heute bereits sehr stark in Robotik und Automation, wie es weiter heißt. Der Umsatz professioneller Serviceroboter für den Transport von Waren oder Gütern etwa stieg um 44 Prozent (2021 bis 2022). Allerdings drohe der akute Fach- und Arbeitskräftemangel das künftige Wachstum der Logistikbranche zu bremsen. Eine neue Generation von KI-gestützten Robotern soll nun dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern, wie die IFR berichtet. Denn der Mangel an Lkw-Fahrern, Lager- oder Hafenarbeitern sei ein kritischer Faktor im weltweiten Lieferkettenmanagement. Roboterhersteller kombinieren dazu die Hardware mit „intelligenter“ Software und bedienen damit die spezifischen Automatisierungsbedürfnisse des Lager- und Logistiksektors. Mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Roboter eröffnen diesem Sektor folglich eine enorme Vielzahl neuer Möglichkeiten, glaubt die IFR. Die IFR-Mitglieder präsentieren auf der Logimat 2024 in Stuttgart ein breites Spektrum an Möglichkeiten für die Logistikbranche

KI-Roboter lernen neue Aufgaben zu lösen

Der KI-Einsatz in der Robotik ziele hauptsächlich darauf ab, mit Variabilität und unvorhersehbaren Situationen flexibel umzugehen. Denn Logistikdienstleister haben es mit einem Massenmarkt für grenzüberschreitenden Versand, E-Commerce oder Last Mile Delivery zu tun, präzisiert die IFR. Dieses Umfeld sei durch oft wechselnde Produkte, Aufträge und Bestände charakterisiert. Um Maschinen aber zu befähigen, flexible Arbeitsabläufe wie diese zu unterstützen, setzt die KI-Software auf einen erfahrungsbasierten Lernprozess statt auf Programmierung. Die KI-gestützten Roboter lernen dann im Logistikzentrum beispielsweise, verschiedene Gegenstände mit hoher Geschwindigkeit zu greifen und zu verpacken. Sie nutzen dafür optische Systeme, um die Gegenstände in der Fabrik autonom zu transportieren und sie bieten KI-gesteuerte Schnittstellen, die eine einstmals 90-minütige Wartungsaufgabe in eine sekundenschnelle Anpassung verwandeln, wie die IFR wissen lässt.

KI-Robotik soll Millionen fehlende Lkw-Fahrer ersetzen

Für viele Logistikunternehmen ist es jetzt an der Zeit, weiter zu automatisieren, weil weltweit rund drei Millionen Lkw-Fahrer fehlen, betont die IFR, die diese Zahl von der International Road Transport Union (IRU) erfahren hat. Die demographische Kluft zwischen jungen und älteren Fahrern vergrößert sich parallel dazu auch noch zunehmend. Deshalb werde sich der Fahrermangel bis 2028 voraussichtlich verdoppeln. Während der Arbeitskräftemangel die logistischen Lieferketten in Europa, Asien und in den USA gleichermaßen betrifft, unterscheiden sich die spezifischen Gründe und das Ausmaß teilweise deutlich. Neue gesetzliche Arbeitszeitregelungen zwingen beispielsweise die Unternehmen in Japan, zusätzlich zu Automatisieren. In den USA erfordert ein Mangel an qualifizierten Logistikfachkräften in E-Commerce-Zentren neue technische Unterstützung. In Deutschland benötigen ältere Arbeitnehmer für körperlich anstrengende Tätigkeiten besseren Support am Arbeitsplatz, um länger im Job arbeiten zu können.

Es hilft vor allem die Kombination aus Robotik und Automatisierung

Die KI-Robotik eigne sich aber für eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben in der Logistikbranche. Während zum Beispiel Serviceroboter mit den menschlichen Kollegen Hand-in-Hand zusammenarbeiten, um effizientere Arbeitsplätze zu schaffen, automatisieren hinter Schutzzäunen arbeitende Industrieroboter schmutzige, langweilige und gefährliche Aufgaben. Der kombinierte Einsatz eines breiten Spektrums von Robotik- und Automatisierungsanwendungen wird nach Meinung des IFR dabei eine entscheidende Rolle spielen, den Arbeitskräftemangel zu beheben und künftiges Wachstum in dieser Schlüsselindustrie Logistik zu ermöglichen.

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