Globale Befragung KI und Automatisierung werden zum wichtigen Faktor beim Unternehmensverkauf

Quelle: Pressemitteilung von FTI Andersch 3 min Lesedauer

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KI und Automatisierung entscheiden zunehmend über den Erfolg beim Unternehmensverkauf. Europa liegt dabei deutlich zurück, zeigt eine FTI-Studie.

KI und Automatisierung sind laut FTI Andersch zum wichtigsten Faktor beim Unternehmensverkauf geworden.(Bild: ©  Pete - stock.adobe.com)
KI und Automatisierung sind laut FTI Andersch zum wichtigsten Faktor beim Unternehmensverkauf geworden.
(Bild: © Pete - stock.adobe.com)

Für europäische Unternehmen wird der Exit schwieriger: Eine Befragung von 539 Private-Equity-Managern (PE-Manager) zeigt, dass KI und Automatisierung zum entscheidenden Verkaufsfaktor geworden sind.

Die Studie nennt drei zentrale Erkenntnisse:

  • 58 Prozent der Investoren nennen KI und Automatisierung als wichtigsten Exit-Faktor – noch vor Geschäftsmodell und Marktposition.
  • Europa fällt zurück: Nur 60 Prozent bewerten den KI-Reifegrad ihrer Portfolios als überdurchschnittlich – gegenüber 76 Prozent in Nordamerika.
  • Technologie dominiert Wertsteigerungsagenda: 84 Prozent der Fonds sehen IT und Digitalisierung als stärksten Wachstumshebel.

„Bemerkenswert ist jedoch, mit welcher Klarheit die Befragten in diesem Jahr erstmals die KI-Fähigkeit an die Spitze setzen“, sagt Dr. Martin Schneider, Partner bei FTI-Andersch. „Wir sehen bei unseren Mandanten, dass KI und Automatisierung zunehmend nicht mehr nur in der IT verortet sind – sie werden zu einem selbstverständlichen Bestandteil effizienter Operations. Jede Transformation muss sich künftig auch daran messen lassen, wie KI-fähig sie Unternehmen macht.“

Technologie als Werttreiber – doch klassische Hebel bleiben unverzichtbar

Das sind laut den Befragten die zentralen Hebel zur Wertsteigerung:

  • 84 Prozent der Befragten sehen Technologie und IT als den größten Hebel zur Wertsteigerung,
  • 80 Prozent nennen die Working-Capital-Optimierung als wichtigen Faktor,
  • 79 Prozent setzen auf die Optimierung der Kostenstruktur,
  • 68 Prozent bezeichnen KI explizit als Werttreiber,
  • 23 Prozent nutzen KI bereits „sehr häufig“ zur Steigerung des Unternehmenswerts.

Laut Schneider bleiben Kostensenkung, Liquiditätssteuerung und operative Exzellenz zentrale Stellhebel. „Dass Technologie und KI in der Priorisierung inzwischen vorn liegen, zeigt aber, wie stark sich die Mechanik von Wertsteigerung verändert“, so der FTI-Experte. Ohne digitale Befähigung ließen sich Maßnahmen zur Umsatzsteigerung oder Kostenoptimierung künftig kaum noch effizient realisieren. „Das ist ein Paradigmenwechsel.“

Unterschiede nach Regionen und Branchen: Europa im Rückstand

Regional liegt Europa bei der Zufriedenheit mit dem technologischen Reifegrad zurück. Während 60 Prozent der europäischen Befragten angeben, ihre Portfoliounternehmen seien bei der KI-Umsetzung überdurchschnittlich aufgestellt, sind es in Nordamerika 76 Prozent, in Süd- und Lateinamerika 74 Prozent und in der Asien-Pazifik-Region 69 Prozent.

Europäische Unternehmen haben Aufholbedarf.

Martin Schneider

Unternehmen agieren weiterhin noch zu analog

„Die Zahlen zeigen wie in so vielen Bereichen: Europäische Unternehmen haben Aufholbedarf“, sagt Schneider. „Gerade im mittelständischen Umfeld fehlt es oft an der technologischen Grundausstattung – viele Unternehmen agieren weiterhin sehr analog.“

Bevor KI wirksam eingesetzt werden könne, brauche es stabile operative Grundlagen:

  • funktionierende Prozesse,
  • belastbare Liquiditätsplanung,
  • strukturiertes Working Capital Management.

Schneider ergänzt: „Wenn grundlegende Faktoren wie Marktpositionierung, Finanzstruktur oder operative Effizienz nicht stimmen, lässt sich selbst der beste KI-Ansatz kaum realisieren. Die Aussagen der PE-Manager zeigen: Der Zeitdruck wächst. Es geht längst nicht mehr nur um attraktive Verkaufspreise – viele Unternehmen kämpfen überhaupt erst um ihre Verkaufsfähigkeit.“

Laut Schneider seien manche renommierte Unternehmen seit Jahren am Markt, ohne einen Käufer zu finden. „Die Investoren werden selektiver, viele Wetten der Vergangenheit sind nicht aufgegangen. Und der Zinsanstieg hat Kapital deutlich verteuert. Wer sein Unternehmen in den kommenden Jahren erfolgreich veräußern will, muss digitale Anschlussfähigkeit und Substanz liefern. Andernfalls übernehmen andere die Wertsteigerung – zu Lasten des Verkäufers.“

Die vollständige Untersuchung lässt sich hier herunterladen.

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