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Kiefernzapfen inspirieren zu wetterabhängiger Gebäudebeschattung

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Diese Gebäudebeschattung reagiert von alleine sinnvoll

Das Forschungsteam testete außerdem die Funktionalität und Haltbarkeit des kiefernzapfenartigen, adaptiven Verschattungssystems über ein Jahr lang unter realen Wetterbedingungen. Dann wurde das „Solar Gate“ an der „livMatS“ Biomimetic Shell angebracht, einem Baudemonstrator des Exzellenzclusters „IntCDC“ und des Exzellenzclusters „livMatS“, der als Forschungsgebäude der Universität Freiburg dient, wie man erfährt. Das Verschattungssystem, das an einem nach Süden ausgerichteten Dachfenster installiert ist, unterstützt dabei die Klimaregulierung des Gebäudes. Im Winter öffnen sich die Verschattungselemente und lassen Sonnenlicht herein, so dass der Innenraum sich auf natürliche Weise erwärmt. Im Sommer schließen sie sich und minimieren die Sonneneinstrahlung. Angetrieben werden diese Prozesse ohne elektrische Energiezufuhr, denn alles erfolgt allein durch tägliche und saisonale Wetterveränderungen.

Energieautarke Alternative zur Gebäudeklimatisierung

Das „Solar Gate“ stellt nach Ansicht der Beteiligten eine energieautarke und ressourceneffiziente Alternative zu herkömmlichen Verschattungssystemen dar. Weil für den Komfort in Innenräumen typischerweise viel Energie benötigt wird und Gebäude einen erheblichen Anteil an den weltweiten Kohlenstoffemissionen haben, sind derartige Möglichkeiten zur Verringerung des Energiebedarfs für Heizung, Kühlung und Lüftung von großer Bedeutung. Das „Solar Gate“ unterstreiche das Potenzial zugänglicher und günstiger Technologien wie der additiven Fertigung. Und es demonstriere, wie Zellulose als reichlich vorhandenes, erneuerbares Material zu nachhaltigen architektonischen Ergebnissen beitragen kann.

Näheres zu den Projektpartnern:

Das „Solar Gate“ wurde vom Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD), dem Institut für Kunststofftechnik (IKT) und dem Exzellenzcluster Integratives Computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur (IntCDC) der Universität Stuttgart sowie von der Plant Biomechanics Group Freiburg, dem Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) und dem Exzellenzcluster Living, Adaptive and Energy-autonomous Materials System (livMatS) der Universität Freiburg entwickelt.

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