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Stanz- und Fräsbearbeitung von Alucobondplatten in eine Prozess
Die Fräskanttechnik erlaubt die Herstellung auch von nicht flächigen Formteilen aus Alucobond in verschiedensten Größen und Arten. Dabei werden auf der Rückseite der Verbundplatten mit Scheiben- oder Formfräsern V-förmige Nuten eingefräst. Das Aluminiumdeckblech der Vorderseite bleibt ebenso erhalten wie ein Teil des Kunststoffkerns. Die geringe Dicke des Alu-Deckblechs gestattet das manuelle Abkanten, wobei die Nutform den Biegeradius bestimmt. Im Normalfall werden die Nutenfräsarbeiten als eigene Arbeitsgänge auf Vertikal-Plattenkreissägen, Plattenfräsern oder CNC-Bearbeitungszentren durchgeführt. Mit der Fräseinheit von Boschert dagegen verbleibt die Alucobondplatte auf dem Maschinentisch und wird von der Stanz- sowie von der Fräseinheit in einem Prozess komplett bearbeitet – ohne Maschinenwechsel oder Umspannen.
Dies bringt nicht nur Fertigungs- und Zeit-, sondern auch Qualitäts- und Auslastungsvorteile. Die Platten müssen nicht mehr transportiert werden, wodurch sich die Gefahr von Beschädigungen verringert sowie Zeit gespart wird, und die unproduktiven Nebenzeiten der Maschine werden weiter reduziert. Die Fräsausrüstung für die CNC-Stanzmaschinen besteht aus einer Fräseinheit (Hochfrequenzspindel mit 2 kW Leistung, stufenlos regelbare Drehzahl von 1000 bis 18.000 min-1, Z-Schlitten mit 70 mm Hub) mit manueller Nonius-Frästiefeneinstellung, pneumatischem und verstellbarem Materialniederhalter, Spannzangen für die Werkzeuge, Absauganlage mit Absaugglocke und selbstreinigendem Filter sowie Spänewanne. Die Fräseinheit lässt sich sowohl an Neumaschinen installieren als auch an vorhandenen Maschinen nachrüsten.
Alu-/NE-Metallbleche mit erweiterter Stanzmaschine fräsen
Gilt es an Aluminium- oder NE-Metall-Blechen Innen- oder Außenkontur-Fräsbearbeitungen sowie Innen- oder Außenkanten-Fasbearbeitungen vorzunehmen, weil die Innen- oder Außenkonturen nicht zu stanzen sind oder die Bleche aus Technik-, Optik- oder Montagegründen oben und/oder unten mit Fasen versehen werden müssen, lassen sich die CNC-Stanzmaschinen der Baureihe Twin/TRI um eine Zwei-Achsen-CNC-Fräseinheit erweitern. Diese Zwei-Achsen-Fräseinheit ist frontseitig gesehen links vom Stanzkopf angebaut und damit sehr gut zugänglich sowie vom Bediener direkt einsehbar. Mit 4 kW Leistung und Drehzahlen im Bereich bis maximal 6000 min-1 sowie einem Z-Hub von 150 mm können verschiedene Fräswerkzeuge bis 24 mm Durchmesser verwendet werden. Zur Ausrüstung gehören ein Absaugsystem und eine Spänewanne. MM
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