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Zusätzlich sind bei Verfahren mit Stützkonstruktionen weitere Einschränkungen möglich. In Abhängigkeit der Entfernungsmethoden und des eingesetzten Materials können die Geometrien weiteren Beschränkungen unterworfen sein.
Beispielsweise können bei der manuellen Entfernung der Stützkonstruktionen beim Multi-Jet Modeling mit Wachs feine gestützte Strukturen wie Wände oder Zylinder brechen, während diese in einer anderen Orientierung ohne Stützkonstruktionen problemlos herstellbar sind. Dies gilt auch für die Herstellung von Bohrungen in der X-Z oder Y-Z-Ebene, weil dort die Bohrung stets mit Stützkonstruktionen ausgefüllt wird.
Rapid-Manufacturing-Konstruktionsrichtlinien mit allgemeingültigem Charakter
Die aufgestellten Konstruktionsrichtlinien weisen einen allgemeingültigen Charakter auf, weshalb das Potenzial einzelner Anlagen zum Herstellen feinerer Strukturen in den Richtlinien nicht wiedergegeben werden kann. Daher sollten Konstrukteure, die feinere Strukturen abbilden wollen, neben der Berücksichtigung der allgemeinen Richtlinien stets Rücksprache mit dem jeweiligen Dienstleister halten, um die Möglichkeiten der Anlagen zu diskutieren. Der Hersteller, Dienstleister oder Anwender selber wiederum kann mit dem entwickelten Prüfkörper die Funktion und die Potenziale seiner Anlagen überprüfen und gleichzeitig anlagenspezifische Konstruktionsrichtlinien erstellen.
Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Witt ist Leiter des Lehrstuhls für Fertigungstechnik an der Universität Duisburg-Essen in 47057 Duisburg. Dipl.-Ing. Andreas Wegner ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter.
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