Drehmaschinen

Konventionelles Drehen auf ein höheres Qualitätsniveau gehoben

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Drehmaschine passt Spindeldrehzahl automatisch an

Natürlich verfügt die Drehmaschine über eine stufenlose Drehzahlregelung für die Hauptspindel, einen weiten Drehzahlbereich bis zu 3000 min-1 und über den Modus der konstanten Schnittgeschwindigkeit bei variierendem Drehteilradius (automatische Anpassung der Spindeldrehzahl). Somit sind die Voraussetzungen gegeben, um beim Plandrehen sehr hohe Oberflächengüten zu erreichen.

Dies trifft umso mehr zu, als Knuth die bei seinen CNC-Bearbeitungszentren gemachten Erfahrungen zum Einsatz von Mineralguss-Maschinengestellen in die Entwicklung der Servoturn hat einfließen lassen. Durch das Maschinenbett aus Mineralguss ist erstmals eine konventionelle Drehmaschine mit einem hohen Maß an Schwingungsdämpfung geschaffen worden. Dies garantiert nicht nur die sehr gute, beim konventionellen Drehen sonst nicht erreichte Oberflächengüte, sondern mindert zugleich den Werkzeugverschleiß.

Maschinenbett aus Mineralguss sorgt für hohe Schwingungsdämpfung

Die Bedienung erfolgt in gleicher Weise wie bei konventionellen Drehmaschinen: Positionieren der Werkzeuges über Handräder, Zuschalten des Vorschubs über Hebel für Vor- und Rücklauf sowie Wählen des Vorschubs und der Gewindesteigung in festgelegten Stufen über Drehschalter. Die Bedienung ist aber erleichtert, da alle Schalter und Hebel nur elektrische Kontakte setzen. Gleichzeitig bietet das elektronische Innenleben der Drehmaschine zusätzliche Möglichkeiten, ähnlich den manuellen Funktionen bei CNC-Maschinen:

  • Endanschläge werden komfortabel in zugleich höherer Genauigkeit per Knopfdruck elektronisch gesetzt. Das aufwendige und störanfällige Setzen mechanischer Festanschläge und die beschränkte Genauigkeit der mechanischen Kupplung für den Vorschub entfallen.
  • Längere Stellbewegungen des Werkzeugschlittens werden für beide Achsen im Eilgang mit einem handlichen Joystick vorgenommen.
  • Mittels Override kann der Vorschub kontinuierlich verändert werden, und zwar sowohl bei konstant gehaltener Hauptspindeldrehzahl (zum Beispiel zum Optimieren des laufenden Drehvorgangs) als auch bei konstant gehaltener Gewindesteigung (beispielsweise zum langsamen Anfahren eines Gewindeschneidvorgangs).

Diese neue Generation der servokonventionellen Drehmaschinen verbindet hohe Genauigkeit und eine gesteigerte Bearbeitungsleistung mit leichter Bedienbarkeit und hoher Zuverlässigkeit bei zugleich verringertem Wartungsaufwand und Verschleiß. Die Servoturn 410 ist Mitglied einer Familie von sowohl konventionellen als auch CNC-Werkzeugmaschinen, die von Knuth für unterschiedliche Aufgabenstellungen angeboten werden.

* Dr. Ingo Decker ist Technologieberater bei der Knuth Werkzeugmaschinen GmbH, 24647 Wasbek

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