Wolf Maschinenbau Kostenoptimal produzieren mit Rundtaktmaschinen

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Die stark gestiegenen Rohmaterialpreise erhöhen den Konkurrenzdruck im Maschinenbau zunehmend. Nicht zuletzt aufgrund des gesunkenen Auftragsvolumens wird es immer wichtiger kostenoptimal zu produzieren. Genau dort setzen Rundtaktmaschinen an, so der Hersteller.

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Die Maschinen (Bild 1) werden für die Herstellung von einer Vielzahl von Drehteilen eingesetzt. Das Teilespektrum umfasst Durchmesser von 1 bis zu 26 mm und Längen von 1,5 bis 80 mm (Standardmaschine) und bis zu 200 mm bei einem Verschiebeaufbau. Die Bearbeitung reicht von einfachen Stiften, Abstandsbolzen und Sonderschrauben über Steckerstifte bis hin zur Komplettbearbeitung von komplexen Teilen in der Medizintechnik.

Optimale Ausnutzung des Stangenmaterials

Weil in den meisten Betrieben noch brauchbare Stangenreststücke anfallen, wurde zur weiteren Materialersparnis eine im Stangenlademagazin integrierte Vorrichtung zur Verarbeitung dieser Stangenreststücke entwickelt. Wie erläutert wird, können durch das einfache und sehr schnelle Umrüsten des Stangenlademagazins zusätzlich zu der Materialersparnis die Rüstzeiten deutlich minimiert und somit die Produktivität gesteigert werden.

Die Rundtaktmaschinen sind so konzipiert, dass bei der Verarbeitung von Stangenmaterial das Reststück in der Regel kürzer ist als das zu produzierende Teil. Eine größtmöglichste Materialersparnis kann durch die Kombination von mechanischem Einschubsystem und dem Trennen durch Sägen, unter Berücksichtigung einer geringen Bearbeitungszugabe, erreicht werden.

Ringmaterial steigert Effizienz

Durch den Einsatz von Ringmaterial bis zu einem Durchmesser von 13 mm können die Rohmaterialkosten zusätzlich gesenkt werden, so der Hersteller. Aufgrund der Möglichkeit einer doppelten Zuführung oder Doppelbearbeitung können die Stückzahlen pro Minute verdoppelt und die vollautomatische Produktionszeit erheblich gesteigert werden, heißt es weiter. Aufgrund dieser optimalen Kombination von Rohmaterialersparnis, gesteigerter Produktivität und der Reduzierung des Personaleinsatzes ist laut Hersteller die maximale wirtschaftliche Effizienz der Maschine gewährleistet.

Spezielles Messsystem integriert

Die kompakt und modular aufgebauten Rundtaktmaschinen bieten weitere technische Raffinessen und innovative Lösungen. Für die auf der Maschine vorhandenen Bearbeitungsstationen, die bei der Fertigung der Drehteile frei bleiben, wurde ein spezielles Messsystem für Längen und Durchmesser entwickelt (Bild 2). Dies ermöglicht eine bereits im Produktionsprozess integrierte 100%ige Qualitätskontrolle.

Durch die kompakte und modulare Bauweise der Rundtaktmaschinen ist eine flexible Anpassung auf weitere Fertigungsteile in kürzester Zeit möglich, verspricht der Hersteller. Für die Teilefertigung können auf den Rundtaktmaschinen bis zu 15 Bearbeitungsstationen gleichzeitig eingesetzt werden. Integrierte, nicht benötigte Bearbeitungsstationen können getrennt voneinander aktiviert oder deaktiviert werden. Für kurze Umrüstzeiten sorgt den Angaben zufolge ein Schnellspannsystemen für Werkzeuge.

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