Hedelius Kräftiger Umsatzzuwachs für 2011 erwartet

Redakteur: Jürgen Schreier

Hedelius gehört zu den führenden Herstellern vertikaler CNC-Bearbeitungszentren in Europa. Über die aktuelle Geschäftslage und Produktneuheiten – insbesondere zur EMO 2011 – sprachen wir mit Geschäftsführer und Verkaufsleiter Dennis Hempelmann.

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Im ersten Quartal ist die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen um 130% gestiegen. Nach Aussagen des Branchenverbandes VDW hat die Branche schneller und stärker an Fahrt aufgenommen als im Herbst erwartet. Herr Hempelmann, teilen Sie diesen Optimismus?

Hempelmann: Diesen Optimismus kann ich derzeit nur teilen. Der Umsatz im ersten Quartal 2011 hat sich bei uns gegenüber dem ersten Quartal 2010 mehr als verdoppelt. Derzeit fahren wir in unserem Unternehmen wieder Überstunden, gleichzeitig stellen wir neue Mitarbeiter ein, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Dies gilt im Übrigen in allen Bereichen, also sowohl in Produktion und Service als auch in der Konstruktion.

Auch im allgemeinen Maschinenbau, einem Hauptkunden von Hedelius, setzt sich der Aufschwung fort. Macht sich das auch bei Ihnen in den Auftragsbüchern bemerkbar?

Hempelmann: Absolut. In den Jahren 2009 und 2010 haben unsere Kunden, bei denen es sich mehrheitlich um mittelständische Unternehmen handelt, sehr vorsichtig agiert. Selbst als sich dort die Auftragsbücher wieder füllten, wurde mit Investitionen gezögert.

Nun ist aber anscheinend der Punkt erreicht an dem die bestehenden Kapazitäten oder die vielerorts veralteten Maschinen nicht mehr ausreichen. Unser Unternehmen hat daher vorausschauend bereits im Juni letzten Jahres die Produktion wieder hochgefahren und einen Lagerbestand an Bearbeitungszentren aufgebaut.

Dies erlaubte uns insbesondere im ersten Quartal 2011 die Lieferung zahlreicher Modellreihen ab Lager, was die Verdoppelung des Umsatzes im ersten Quartal erklärt. Dieser Lagerbestand schmilzt jedoch zusehends ab, sodass wir auf das Gesamtjahr gesehen einen Umsatzzuwachs in Höhe von rund 70% erwarten.

Hedelius hat kürzlich seine traditionelle Hausausstellung abgehalten. Welche Highlights gab es bei diesem Event zu sehen?

Hempelmann: Die Hausausstellung hatte zwei Schwerpunkte, zum einen die Fünf-Achsen-Bearbeitung und zum anderen die Automation von Fünf-Achs-Bearbeitungszentren. Mit dem kombinierten Drei- und Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum RS605K 20 haben wir die RS605-Baureihe nach oben abgerundet.

Das besondere Highlight dieser Maschine ist neben dem Dreh-Schwenktisch, ausgelegt für die Fünf-Achs-Simultanbearbeitung, und dem extra langen festen Maschinentisch die Möglichkeit den Arbeitsraum zur Pendelbearbeitung zu teilen. So können durch hauptzeitparalleles Spannen und Rüsten die Nebenzeiten um bis zu 30% reduziert werden.

Zusätzlich haben wir mit dem Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum RS605 Skyloader eine sehr kompakte Fünf-Achs-Maschine vorgestellt, die mit einem Fünffach-Palettenspeicher ausgerüstet ist. Mit dieser Maschine wollen wir verstärkt in der Serienfertigung Fuß fassen.

Durch die seitliche Anordnung des Palettenspeichers links neben der Maschine bleibt der Zugang zum Arbeitsraum der Maschine vollständig für Einricht- und Kontrollarbeiten erhalten. Zusätzlich ist der Palettenspeicher mit einem drehbaren Rüstplatz ausgestattet. Dadurch werden die unproduktiven Nebenzeiten sogar gegenüber der schon sehr effektiven Pendelbearbeitung nochmals gesenkt.

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