Zulieferersterben Deutsche Autozulieferer bangen um ihre Existenz

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Krise in der Autoindustrie heizt auch den Zulieferer ein. Laut einer Umfrage rechnen nun zwei Drittel von ihnen in den nächsten zwei Jahren mit einer Marktbereinigung – also, dass einige verschwinden.

Angesichts der Herausforderungen, die es derzeit zu meistern gilt, glauben viele deutsche Automobilzulieferer an eine sogenannte Marktbereinigung in den nächsten 24 Monaten ...(Bild:  Deutzenhof)
Angesichts der Herausforderungen, die es derzeit zu meistern gilt, glauben viele deutsche Automobilzulieferer an eine sogenannte Marktbereinigung in den nächsten 24 Monaten ...
(Bild: Deutzenhof)

Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Befragung der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly unter Führungskräften deutscher Autozulieferer, informiert die dpa. Rund 67 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie in zwei Jahren mit weniger Konkurrenten als heute rechnen. Nur 20 Prozent rechnen damit, dass neue Anbieter – vor allem aus China – auf den Markt drängen. Konkurrenz aus Asien gilt aber dennoch schon heute als große Herausforderung. Denn über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) bescheinigen ihr bereits jetzt einen uneinholbaren Vorsprung bei Schlüsseltechnologien. Deutlich negativ falle auch die Einschätzung der Branchenlage aus. Denn 79 Prozent halten sie für eher schlecht oder sogar sehr schlecht. Positiver äußerten sich die Befragten mit Blick auf das eigene Unternehmen. Demnach sprachen rund 78 Prozent von einer eher sehr guten eigene Situation. Die Wahrnehmung klaffe aber drastisch auseinander. Die Industrie scheint die Risiken zwar zu erkennen, aber mit Blick auf das eigene Unternehmen zu vernachlässigen, kommentiert Baker Tilly.

Man glaubt, erwischen wird es vor allem „die anderen“ ...

Mit großen Herausforderung konfrontiert sehen sich 56 Prozent der Befragten, wenn es um den hohen Investitions- und Kostendruck geht, wie es weiter heißt. Und 60 Prozent beklagen auch, dass wegen der geopolitischen Veränderungen und möglicher Handelskonflikte derzeit keine verlässlichen Planungen mehr möglich sind. Parallel dazu, stellten 55 Prozent fest, dass sich das Zeitfenster für die Transformation der Branche sogar schneller als bisher gedacht schließt. Eine Gefahr für das eigene Unternehmen sehe die Mehrheit darin aber nicht. Rund 75 Prozent halten das eigene Geschäftsmodell sogar für weitgehend unabhängig vom Wechsel der Antriebstechnik. Der Grund sei, dass die von ihnen gefertigten Teile zwar sowohl für Verbrenner als auch für Elektroautos relevant seien. Standortverlagerungen ins Ausland spielen dagegen derzeit keine große Rolle, so die Analyse. Nur 17 Prozent halten das für richtig, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

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