Kathodische Tauchlackierung KTL-Anlagen von Eisenmann hoch im Kurs

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Nicht nur von der Automobilindustrie wird die kathodische Tauchlackierung (KTL) als Korrosionsschutz geschätzt. Bereits seit Mai dieses Jahres läuft in einer der großen Vormontagehallen bei Eisenmann in Holzgerlingen die Funktionsvormontage von KTL-Anlagen „am laufenden Band“. Davon werden nicht weniger als sieben außerhalb des Automobilbereichs eingesetzt.

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Zusammen mit zwei weiteren KTL-Anlagen für Automobil-Anbauteile stehen sie in allernächster Zeit zur Auslieferung an, wobei die Inbetriebnahme bei den verschiedenen Kunden überwiegend direkt nach deren Betriebsferien erfolgen soll.

Das Werkstückspektrum reicht von Waschmaschinen und Heizkörpern über im Lohn zu beschichtende Metallteile unterschiedlicher Art bis zu Landmaschinen, Wohncontainern, Lkw-Fahrerhäusern und Bussen. Entsprechend dem breit gefächerten Anwenderkreis differieren die Anlagen nach Größe und Konzeption. Die Durchsätze bewegen sich zwischen 130 und 980 m2/h.

Für die Werkstückbeschickung kommen taktweise arbeitende Hub- und Fahrwerken, für den Werkstücktransport Power & Free-Förderer und teilweise auch Kreisförderer zur Anwendung. Bei entsprechender Kundenvorgabe erfolgen Auf- und Abgabe automatisch. Auch die fördertechnische Verknüpfung mit vor- und/oder nachgeschalteten Produktionsbereichen wird praktiziert.

Der KTL-Beschichtung geht laut Eisenmann stets eine hochwertige Vorbehandlung (Tauch- oder Spritzverfahren) voraus. In einigen Fällen wird die KTL-Technik durch eine anschließende Pulverbeschichtung oder Nass-Decklackierung ergänzt.

Deutsche Umwelschutzbedingungen für KTL-Technik im Ausland akzeptiert

Ein Grund für die derzeit gute Nachfrage nach KTL-Technik wird in der zunehmenden Akzeptanz deutscher Umweltschutzbedingungen im Ausland gesehen. Deutsche Forderungen zum Umweltschutz würden, so heißt es, neuerdings weitestgehend auch von Auslandskunden akzeptiert.

Daher stattet Eisenmann sämtliche zurzeit im Bau befindlichen KTL-Linien sowohl mit Behandlungsanlagen für Abwasser (Vorbehandlungsbereich und KTL-Ultrafiltration) als auch mit Abluftreinigungsanlagen für die zwar nur schwach mit Schadstoffen beladene, aber geruchsbelästigende KTL-Abluft aus.

Den beachtlichen Markterfolg, den der Anlagenhersteller derzeit im KTL-Bereich im Vergleich zu Wettbewerbern vorweist, führt man auf Vorteile in der Verfahrens- und Anlagentechnik zurück. So würden die Lackierlinien anwendungsspezifisch konzipiert. Dazu gehört die Ausstattung mit einem speziellen Fördersystem oder einer 2005 neu entwickelten permanenten Kontrolle der Bad- und Gleichrichterparameter inklusive Online-Schichtdickenmessung.

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