„Impossible Statue“

Künstliche Intelligenz und Zerspanungs-Know-how schaffen einmaliges Kunstwerk

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Ein ungewöhnliches Zerspanungsprojekt weist in die Zukunft

Das Unmögliche möglich zu machen, ist naturgemäß eine Herausforderung. Das Projektteam musste seine Bearbeitungsstrategie deshalb auch mehrmals anpassen, wie man zugibt. „Das ursprüngliche 3D-Modell war nicht die Art von Modell, mit der CAD/CAM-Systeme arbeiten können“, erklärt Loikkanen. Denn es musste von einem 3D-Netzmodell, das im Wesentlichen eine Hülle aus Oberflächenpolygonen ist, wie sie in 3D-Animationsstudios verwendet werden, in ein solides 3D-Modell mit hoher Dichte umgewandelt werden, was ein ziemlich schwieriger Prozess war. Als das Modell fertig war, wurde es in 17 Teile zerlegt, und alle Schnittstellen zwischen diesen Teilen mussten exakt modelliert werden, damit die Übergänge unsichtbar waren, wenn die Teile zusammengesetzt werden. Es dauerte durchaus länger, bis alles perfekt war, heißt es rückblickend.

„Wir hatten zudem einige Probleme mit der Schruppbearbeitung aufgrund der Größe des Werkstücks im Verhältnis zur Maschine“, ergänzt Pettersson. Das Problem konnte jedoch gelöst werden, indem der NC-Code simuliert und dann alle Bereiche ausfindig gemacht wurden, in denen man bei der Bearbeitung an die Grenzen des Bereichs der Maschine gestoßen wäre. Dann wurden auch noch die CAM-Sequenz entsprechend geändert.

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Am Ende entstand eine Statue, die die Werke der fünf Künstler wirklich nahtlos miteinander verbindet. Doch die Entwicklung einer noch nie da gewesenen Statue war nicht der einzige Erfolg für Sandvik Coromant. „Auf dem Weg dorthin haben wir verschiedene Techniken implementiert, die bei zukünftigen digitalen Bearbeitungsprojekten eingesetzt werden können“, verrät Loikkanen. Und aufgrund des Programmieraufwands wäre der Bau der Statue ohne einen digitalen Zwilling unmöglich gewesen. Alle Tests wurden übrigens digital durchgeführt, um viel Zeit zu sparen, die sonst für Versuche und Fehlversuche aufgewendet hätte werden müsste. Hier liege also ein Learning vor, durch das bei zukünftigen Projekten Zeit gespart und die Anzahl der Ausschussteile reduziert werden könnte.

Ein bleibendes Symbol für die menschliche Schöpfungskraft

„Der Programmier- und Simulationsprozess wurde für jedes Bauteil immer schneller“, fügt Pettersson hinzu. Die Bearbeitung dauerte aber immer etwa gleich lang, vor allem weil sich die Schnittdaten und die Werkzeugauswahl nicht so stark änderten. Das ließe den Schluss zu, dass die umfassenden Produktdaten und Empfehlungen, die die Experten geliefert haben, präzise seien. Sie könnten leicht über die Website, den Coroplus Tool Guide, die Coroplus Tool Library oder sogar direkt in den CAM-Systemen selbst abgerufen werden. Nicht löst das eine der arbeitsintensiveren Aufgaben beim Schließen des digitalen Kreislaufs rund um die CAM-Programmierung in kürzerer Zeit.

Die Statue, die nun von Kunst- und Technikliebhabern gleichermaßen bewundert werden kann, soll an die Schöpfungskraft, die sowohl digitale als auch physische Fertigungswerkzeuge leisten können, erinnern. Aber vergessen werden sollte auch nicht, was die Zerspanungsexperten aus Schweden damit demonstriert haben.

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