Forschungserfolg

Künstliche Intelligenz unterstützt Mitarbeiter in der Produktion

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Verschiedene Datenstränge werden verknüpft

Bei „SLEM“ kommen, wie bereits angedeutet, unterschiedliche KI-Methoden zum Einsatz. Damit leistet das neue adaptive Assistenzsystem einen Beitrag zur Entwicklung natürlicher Interaktionsformen zwischen Mensch und Maschine. Durch die Verknüpfung von anonymisiertem Bildmaterial und Maschinenaktivitätsklassen wird den Daten erst ein Sinn entlockt, der in Form von Anleitungen an die Nutzer weitergegeben wird und ihnen hilft, einen Prozess besser zu verstehen. Vor allem das implizite Wissen von erfahrenen Maschinenbedienern, ein Know-how, das diese Experten oft nicht in Worte fassen können, sich aber in ihren Handlungen offenbart, steht in der Wissensvermittlung durch die automatisierte Prozessschritterkennung im Fokus.

In Zukunft wollen die IPA-Wissenschaftler die menschliche Aktivitätserkennung weiter verbessern. So können die Anleitungen für unerfahrene Maschinenbediener einst auch aus synthetischen Daten gewonnen werden. Letztendlich bleibt aber der Mensch in der Produktion weiterhin ein wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung zukünftiger Assistenzsysteme.

Das Forschungsprojekt „SLEM“ hat aber offenbart, wie herausfordernd es ist, KI-Anwendungen für die modernen Problemstellungen in der Industrie zu entwickeln. Die jeweiligen Antworten auf viele Fragen haben die Projektpartner zwar in vielen Fällen bereits gefunden, beispielsweise für die Erfassung und Aufbereitung von Datensätzen unter speziellen industriellen Rahmenbedingungen, aber es sind auch Fragen offen geblieben. Um ihre Lösungsansätze und den „SLEM“-Prototypen weiterentwickeln zu können, sucht das Forschungsteam im Übrigen stets nach Unternehmen, die sich an dieser Entwicklungsarbeit beteiligen möchten und die bereit dazu sind, bisher unbeschrittene Wege zu gehen.

Zu den weiteren Partnern des Fraunhofer IPA gehört außerdem die Sabo Mobile IT GmbH. Das Projekt wird mit einer Summe von 290.998 Euro im Rahmen des Innovationswettbewerbs Baden-Württemberg vom dortigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus gefördert.

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