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Kunststoffe für die E-Mobilität

Kunststoff-Könner für die Ladeinfrastruktur der Elektrombilität

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Weitere Bauteiltrends für E-Mobile fordern heraus

Zu den potenziell neuen Einsatzfeldern bei Ladewandboxen zählen Abdeckungen und Strukturkomponenten, führt Luers weiter aus. Die Abdeckungen müssten als sichtbare Teile gut lackierbar sei sowie witterungs- und UV-stabil. Auch verziehen dürften sie sich kaum. Diesem Anforderungsprofil wird etwa das Polymer Pocan C1203 gerecht, bei dem es sich genauer gesagt um ein unverstärktes Blend aus Polycarbonat (PC) und Polybutylenterephthalat (PBT) handelt.

Die typischen Anforderungen, die Strukturkomponenten (etwa Aufhängesysteme für Ladeboxen) mitbringen müssen, sind einmal mehr eine hohe Flammwidrigkeit, eine gute Witterungsstabilität, aber auch eine gute Kriechstromfestigkeit gepaart mit einer hoher Zähigkeit und geringer Verzugsneigung. „Das Material der Wahl ist in diesem Fall das hochverstärkte und deshalb sehr steife und feste Durethan BKV45FN04“, so Luers. Das halogenfrei flammgeschützte Polyamid 6 hat eine Kriechstromfestigkeit von 600 V (CTI A) und hat eine UL-94 V-0-Einstufung bei diesmal 0,4 mm Prüfkörperdicke.

Wenn Fahrzeugbatterien kabellos geladen werden sollen...

Ein weiterer aktueller Entwicklungstrend ist das induktive und kabellose Laden von Fahrzeugbatterien. Die dafür benötigten flachen Boden- und Fahrzeugplatten, in denen unter anderem die Ladespulen untergebracht sind, müssen auch aus Materialien bestehen, die brandwidrig, mechanisch belastbar und verzugsarm sind. Ebenso erforderlich ist eine hohe elektrische Durchschlagfestigkeit. Darüber hinaus müssen die Werkstoffe Licht- und Wettereinflüssen trotzen. Diese Eigenschaften dürfen sich außerdem in einem Temperaturfenster von - 45 bis 125 °C kaum verändern. Ein infrage kommendes Material für Bodenplatten ist etwa das mit Glasfasern und -kugeln verstärkte Polyamid-6-Durethan BG30XFN01. Es fließe hervorragend und sei äußerst verzugsarm und zäh. Den UL 94-Test besteht auch das Material mit V-0 bei 0,75 mm Probekörperdicke. Außerdem hat es eine UL-f1-Listung für den Einsatz in Außenanwendungen unter UV- und Wassereinwirkung.

Das HPM-Team von Lanxess kann Lösungssuchende anhand dieser Materialkompetenz entlang der kompletten Entwicklungskette von Bauteilen für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität unterstützen. Zu den Serviceleistungen zählen auch die Entwicklung anwendungsspezifischer Werkstoffe und die Optimierung des Verarbeitungsprozesses. Auch werden Ingenieurleistungen bei der Bauteilauslegung (etwa CAE-Simulationen, Moldflow-Berechnungen und verschiedene Fertigteilprüfungen) angeboten. „Wir führen auch normkonforme Tests zur UV-Beständigkeit und zum Brandverhalten wie Glühdrahtprüfungen nach IEC 60695-2-13 durch“, wirft Luers ein. Darüber hinaus seien elektrische Prüfungen wie etwa zur Durchschlagfestigkeit nach IEC 60243-1 im Leistungsumfang enthalten.

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