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Umweltschutz - Recycling - Kunststoffe

Kunststoffexperten stellen sich der Herkulesaufgabe

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Designer sollten das Recycling im Auge haben

„Wie lässt sich Kunststoff wieder positiver besetzen beim Verbraucher“, fragte auch Dr. Ina-Maria Becker, Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH, in ihrem Vortrag und verwies beispielhaft auf „flustix“, das erste eingetragene europaweite Siegel für Plastikfreiheit – hier werde die Abwesenheit von Kunststoff als Kaufargument angeführt. Die Nachfrage nach nachhaltig gestalteten Verpackungen werde sowohl seitens der Hersteller als auch seitens der Verbraucher weiter steigen, Design4Recycling (D4R) muss daher ein wichtiger Faktor bei der Verpackungsentwicklung sein.

Die Kreislaufwirtschaft birgt noch viel Potenzial für Kunststoffe

„Das Ziel ist es, von der linearen in die zirkuläre Kreislaufwirtschaft zu kommen“, so Helmut Schmitz, Duales System Holding GmbH & Co. KG. Zudem sei es wichtig, alternative Rohstoffquellen in den Blick und die Produzenten in die Verantwortung zu nehmen, die EU-Kunststoffsteuer sei in der Debatte eine Scheinlösung. Um die großen Chancen der Kreislaufwirtschaft zu nutzen, müssten alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette stärker als bisher miteinander verknüpft werden.

Vielfältige Chancen bestätigte auch Sarah Herms, Tchibo GmbH, in ihrem Vortrag „Vom Kunden her denken – Neue Märkte für Rezyklate und Biokunststoffe“. Rezyklate und Biokunststoffe würden von Kundenseite grundsätzlich positiv gesehen, wichtig sei es, die Vorteile zu kommunizieren ohne den Kunden zu überfordern. Herausforderungen beständen bei den Themen Qualität, Verfügbarkeit und der Komplexität in der nachhaltigen Umsetzung und Kommunikation von Biokunststoffen.

Das Recycling von Kunststoffen zur Marke machen

Auch Gerold Breuer, Erema Group GmbH führte in seinem Vortrag „In Lebenszyklen denken und Kreisläufe schließen – Kunststoffe effizient verwerten“ zum Thema Recycling 4.0, Digitalisierung in der Kreislaufwirtschaft den Anwesenden anschaulich vor Augen, dass die Aufgaben innerhalb der Kreislaufwirtschaft, wie recyclinggerechtes Produktdesign, innerbetriebliches Recycling oder ein gezielt geplanter Rezyklateeinsatz, nur gemeinsam und disziplinübergreifend zu lösen sein werden.

Eine positive Resonanz erfuhr auch der von Kunststoffland NRW erstmals erprobte Workshop-Ansatz, der – wie auch die Veranstaltung insgesamt – sehr anerkennend von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beurteilt wurde.

„Brandowner müssen die Leuchtturmprojekte in die Masse bringen, der Endverbraucher ist mündig und will mitgenommen werden. Lassen Sie uns die Herausforderungen gemeinsam angehen“, forderte Reinhard Hoffmann in seinem Schlusswort die Anwesenden auf. Kunststoffland NRW wird hier gezielt anknüpfen und sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern den großen Chancen und Herausforderungen, vor der die gesamte Wertschöpfungskette Kunststoff steht, stellen.

Das Thema Image Kunststoff beispielsweise wird schon bald hohe Aufmerksamkeit erfahren:

Als Schwerpunktthema am 14. Januar 2019 beim Kunststoffland NRW Branchentag 2019.

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