Übertroffen! Kunststoffverpackungen genießen Recyclingrekord

Quelle: Pressemitteilung des IK 2 min Lesedauer

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Der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. meldet Rekordzahlen in Sachen Recycling von Kunststoffverpackungen. Diese Information kommt von der Zentralen Stelle Verpackungsregister.

Mit fast 70 Prozent ist die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen im Dualen System in 2022 auf einem Rekordhoch angekommen, sagen Verbände und auch das Umweltbundesamt. Doch es gibt auch bedenkliche Entwicklungen, wie die Experten registrieren. Hier mehr dazu ...(Bild:  Veolia)
Mit fast 70 Prozent ist die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen im Dualen System in 2022 auf einem Rekordhoch angekommen, sagen Verbände und auch das Umweltbundesamt. Doch es gibt auch bedenkliche Entwicklungen, wie die Experten registrieren. Hier mehr dazu ...
(Bild: Veolia)

Kunststoffverpackungen stellen ihre Transformation zur Kreislaufwirtschaft mit einem erneuten Recyclingrekord unter Beweis, wie Experten betonen. Wie die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) bekannt gab, wurde nämlich im Jahr 2022 eine werkstoffliche Recyclingquote von 67,5 Prozent erreicht.

Damit lag die Quote deutlich über der gesetzlichen Recyclingvorgabe von 63 Prozent, die bekanntlich seit 2022 gilt. Seit Einführung des Verpackungsgesetzes im Jahr 2019 ist die Recyclingquote somit um über 25 Prozentpunkte gestiegen, obwohl sie bis zum Jahr 2018 noch auf einem bescheidenen Niveau von circa 42 Prozent stagnierte. Die Verwertung der Kunststoffverpackungen fand dabei im Jahr 2022 fast ausschließlich im Inland (84,4 Prozent) und EU-Raum (15,5 Prozent) statt. Nur 0,1 Prozent wurden ins Nicht-EU-Ausland exportiert – vor allem in die Türkei, in die Schweiz und nach Serbien, wie es heißt. Dr. Isabell Schmidt, die IK-Geschäftsführerin, kommentiert: „Das stetig zunehmende Recycling von Kunststoffverpackungen ist ein toller Erfolg, den es auszubauen gilt. Doch der nicht nachvollziehbare Trend zur Verbundverpackung ist bedenklich.“

Erfreuliche Entwicklung der Recyclingquote von Kunststoffverpackungen von 2018 bis 2022.(Bild:  ZSVR)
Erfreuliche Entwicklung der Recyclingquote von Kunststoffverpackungen von 2018 bis 2022.
(Bild: ZSVR)

Zu viele Verbundverpackungen bremsen Recycling

Wiederholt bemängelt haben die ZSVR und das Umweltbundesamt die deutliche Zunahme von papierbasierten Verbundverpackungen am Markt. Denn Verbundverpackungen sind oft nicht wirtschaftlich zu recyceln, wie eine Studie des UBA zeigt. Fast jede zweite Verpackung, deren Recycelbarkeit unter 90 Prozent liegt, ist demnach eine Verbundverpackung. Trotzdem ersetzten Verbundverpackungen zunehmend die relativ leicht wiederverwertbaren reinen Kunststoffverpackungen. Einseitig diskriminierende Sonderziele für Kunststoffe, wie zuletzt in der europäischen Verpackungsverordnung gefordert, sowie Ausnahmen von den Rezyklateinsatzquoten können den ungewollten Marktrend zu Verbundverpackungen auch noch weiter verstärken, wie die Experten befürchten.

Vorsicht vor Scheinargumenten und Greenwashing

Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen nahm im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr außerdem ab. Der Wert lag bei 1.539 Kilotonnen. Für die Jahre 2023 und 2024 prognostiziert die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) einen weiteren Rückgang um etwa 170 Kilotonnen bis 2024. Bei den Verbundverpackungen erwartet die GVM allerdings für dasselbe Jahr eine Zunahme von knapp 50.000 Tonnen. Die GVM geht deshalb davon aus, dass der Peak des Verpackungsverbrauchs entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bereits 2021 überschritten wurde und die Mengen in den nächsten Jahren deutlich rückläufig sein werden. Schmidt merkt an: „Falsch verstandene Plastikächtung zugunsten von Verbundverpackungen führt nicht zum Ziel, denn sowohl Recycelbarkeit als auch Materialeinsparungen müssten beim Verpackungsdesign mitbetrachtet werden.“ Werde das nicht getan, habe man es offensichtlich mit Scheinargumenten und Greenwashing zu tun.

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