Gebeutelt ... Kunststoffverpackungs-Industrie zwischen Rezession und Resilienz

Quelle: IK 2 min Lesedauer

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Das letzte Jahr hat die deutschen Player aus dem Kunststoffverpackungs-Bereich geplagt. Die Produktion fiel, wie die IK informiert, dabei im Vergleich zu 2022 um satte 10 Prozent nach unten.

Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen zieht Bilanz und blickt in die Zukunft. Das Bild, das sich da ergibt, sieht nicht rosig aus. In allen Bereichen sind Umsatzrückgänge zu verkraften. Hier mehr dazu ...(Bild:  G. Grimms)
Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen zieht Bilanz und blickt in die Zukunft. Das Bild, das sich da ergibt, sieht nicht rosig aus. In allen Bereichen sind Umsatzrückgänge zu verkraften. Hier mehr dazu ...
(Bild: G. Grimms)

Die GVM-Branchenstatistik Kunststoffverpackungen weist insgesamt einen Produktionsrückgang von minus 10 Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen und einen Umsatzrückgang von minus 7,7 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr aus, wie die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen meldet. Für flexible Verpackungen und Folien sei die Lage noch dramatischer. Denn in diesem Verpackungssektor musste ein Produktionsrückgang um 12,4 Prozent respektive 14,1 Prozent hingenommen werden. Auch die Produktion von Fässern, Kanistern und Eimern sinkt um über 12 Prozent. Die Produktion von Flaschen reduzierte sich 2023 hingegen vergleichsweise milde – und zwar um 3,7 Prozent. Die Hauptrolle bei dieser negativen Entwicklungen spiele eine anhaltende Nachfrageschwäche der wichtigsten Kundenindustrien. Denn der Rückgang der Baukonjunktur setzte sich 2023 fort und die chemische Industrie weist (ohne Pharmasektor) einen Produktionsrückgang von 11 Prozent aus. Die Nachfrage nach Konsumgütern insgesamt sank. Doch besonders die Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke gingen nach unten, so die IK.

Die Hauptplagen der Kunststoffverpackungs-Industrie

„Unsere Mitglieder berichteten von vermehrten Importen von Kunststoffverpackungen nach Deutschland. Grund dafür ist die deutlich verschlechterte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kunststoffverpackungshersteller vor allem wegen der gestiegenen Energiekosten. Hinzu kommt die anhaltende Substitution durch Papier und Papierverbunde“, wie Dr. Lorena Fricke, IK-Referentin Wirtschaft, kommentiert. Auch viele regulatorische Maßnahmen und Berichtspflichten, die insgesamt noch erheblich zunehmen werden, wie die Referentin befürchtet, sowie höhere Transportkosten belastet die Unternehmen. Die Ankündigung einer Plastiksteuer durch die Bundesregierung trägt natürlich zur Verunsicherung der Märkte bei.

Die Talsohle in der Konjunktur ist wohl überwunden, aber ...

Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2024 ist deshalb durchwachsen. Die Ergebnisse einer aktuellen IK-Konjunkturumfrage ließen jedoch einen gewissen Hoffnungsschimmer aufkommen. Fricke: „Es sieht so aus, dass in Bezug auf Umsatzentwicklung und Exporte der Tiefpunkt erreicht und teilweise überwunden wurde.“ Trotzdem bleibe der Ausblick für das Gesamtjahr 2024 düster, was insbesondere die Ertragslage betreffen würde. Kritische Absatzbranchen bleiben aufgrund der schwachen Nachfrage wohl weiter die Chemie- und Bauindustrie. Auch im Bereich Konsumgüter rechnet die Expertin nicht mit einem baldigen Ende der Kaufzurückhaltung.

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