Erodieren

Kupferbasierte Werkstoffe effizient mit Graphit senkerodieren

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Während das Erodieren von Kupferlegierungen mit Kupferelektroden gut funktioniert, ist die Verwendung von Graphitelektroden für diese Legierungen noch teilweise Neuland. Wenn die Wärmeleitfähigkeit des Materials besonders hoch ist, bereitet das Erodieren der Legierung mit Graphit Probleme, die sich in zum Teil exorbitantem Elektrodenverschleiß zeigen. OPS-Ingersoll forcierte deshalb die Technologieentwicklung, um auch solche Legierungen mit Graphit bearbeiten zu können.

Viele vorhandene Legierungen machen Einsparungen beim Erodieren unübersichtlich

Konkrete Aussagen zu Zeiteinsparungen und Verschleißwerten sind wegen der Vielzahl der vorhandenen Legierungen schwierig und zum Teil wegen der fehlenden Vergleichszahlen auch nicht möglich. Fakt dagegen ist, dass es nur wenige Anbieter gibt, die mit ihren Maschinen solche Werkstoffe bearbeiten können.

Nicht nur der Generator, der in der Impulserzeugung heute bei den bekannten Herstellern (bis auf den Eagle-Generator) ähnlich aufgebaut ist, wird dabei gefordert, auch die Prozessüberwachung muss in der Lage sein, die bei den genannten Legierungen zum Stahl unterschiedlichen Impulsbilder auszuwerten.

Erodiermaschinen mit neuer Softwareversion

Die Technologien sind Bestandteil einer neuen Softwareversion, die mit allen neuen Eagle-Maschinen ab sofort ausgeliefert wird. Daneben hat OPS-Ingersoll auch die Technologien für das übrige Spektrum der Anwendungen mit Hochdruck erweitert. Das Ergebnis sind Erneuerungen für Graphit in Stahl im Hinblick auf unterschiedliche Sorten sowie ein wesentlich größeres Spektrum an Untermaßen und Querschnittsflächen.

Bei kleinen Untermaßen reicht der Bereich der Standardtechnik jetzt bis zu 3/100 mm. Dabei unterscheidet man drei Kategorien: normal, verschleißarm und sehr verschleißarm.

Anwender findet für den Werkstoff die möglichst verschleißarme Erodiertechnik

Ebenso wurde auch die Technologie für Stahl mit Kupferelektroden erheblich weiter entwickelt. Für Sonderwerkstoffe wie Hartmetall und Inconel wurden die wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenfalls überarbeitet. So findet der Anwender für den jeweiligen Werkstoff gezielt die passende Technologie, um weiter schnell und mit geringstmöglichem Verschleiß zu erodieren.

Die Bearbeitungstechnologie definiert Stromstufen und Zustellungen, die eine Maschine benötigt, um die gewünschten Bearbeitungsergebnisse optimal zu erreichen und die maximale Leistung aus einem Generator abzurufen. Mit der neuen Eagle-Technologie ist die Anzahl von Tabellen mit Bearbeitungsparametern auf über 800 angewachsen.

Hoher Aufwand für die Entwicklung der Erodiertechnik

Das heißt, der Aufwand solche Technologien zu entwickeln, ist größer als beispielsweise die Hardware-Entwicklung eines Generators. OPS-Ingersoll hat die Eagle-Technologie mit Graphit in Stahl und einer Basistechnologie für andere Werkstoffe 2007 auf den Markt gebracht. Darauf aufbauend wird seither an den neuen Technologien gearbeitet, denn der Generator braucht ja diese neuen Einstellungen.

Für alle „älteren“ Maschinen der Eagle-Baureihe besteht aber die Möglichkeit, diese neue Technologie als Update-Paket zu implementieren. In eigens dafür geschaffenen Schulungskursen wird die neue Technologie den Anwendern nähergebracht.

Dr.-Ing. Georg Zander ist technischer Leiter der OPS-Ingersoll Funkenerosion GmbH in 57299 Burbach

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