Kunststoffverarbeitung

Laserschmelzen – die hohe Kunst im Spritzgießformenbau

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Zeit und Kosten bei Hybrideinsätzen am stärksten reduziert

„Zeit ist Geld“, sagt der Volksmund. Kurze Entwicklungszeiten bei Produkten sorgen zwangsläufig für einen enormen Zeitdruck bei Produktentwicklern, Werkzeugbauern und Verarbeitern. Das Laserschmelzen ermöglicht, Pulverwerkstoffe aus Originalmaterial Schicht für Schicht aufzuschmelzen. Dabei erreicht man heute eine Bauteilhärte bis zu HRC 52, abhängig vom Werkstoff. Vor allem bei der Fertigung des Formeneinsatzes werden bei konventioneller Technik Personalkosten fällig, weil der Dreh- und Fräsprozess kontinuierlich überwacht werden muss.

Anders ist es beim Laserschmelzen von Metallen. So kann eine Lasercusing-Anlage nach der Einstellung der Prozessparameter 24 h am Tag mannlos betrieben werden. Außerdem spart der Formenbauer bei hybriden Einsätzen, bei denen auf einem vorgefertigten Grundkörper mit vorgebohrtem Zu- und Ablauf der Kühlung die formgebende Restgeometrie inklusive der restlichen Kühlkanalauslegung mittels Lasercusing „aufgeschweißt“ wird, Zeit und Kosten ein. Die Vorgehensweise bei Hybrideinsätzen hat sich prinzipiell für Mischbauweisen als schnellste und wirtschaftlichste Methode erwiesen. Generell gilt, dass die generative Technik schneller zum Ergebnis führt und überwiegend günstiger ist.

Kostengünstige Fertigung runder Formeneinsätze

Nach Erfahrungen des Formenbauers sind insbesondere runde Kunststoffteile sehr geeignet für Spritzgießformen, bei denen die Formeneinsätze additiv durch Laserschmelzen gefertigt wurden. Runde Formeneinsätze können im Lasercusing-Verfahren wesentlich kostengünstiger hergestellt werden. Denn durch Integration einer konturnahen Kühlung entfallen Einstiche und Nuten für O-Ringe. Die Konstruktion des Einsatzes fällt somit einfacher aus. Folglich reduzieren sich der Konstruktions-, der Fertigungs-, und der Nacharbeitsaufwand und somit auch die Kosten. Bei Faßnacht hat der „generative Ansatz“ einen hohen Stellenwert in der Konstruktion und im Werkzeugbau.

* Guido Radig ist freier Fachjournalist in Bergkirchen

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