CFK-Bearbeitung

Laserschneiden etabliert sich bei der CFK-Bearbeitung

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Exakte Energie-Kontrolle für filigranes Arbeiten

Konstrukteure aus der Automobilindustrie und Luftfahrt sehen oft metallische Bauteile in FVK-Teilen vor – sogenannte Inserts. Das können Gewindehülsen sein, über die weitere Bauteile montierbar werden, wie etwa ein Scharnier für einen CFK-Heckdeckel. Auch dabei generiert der Ultrakurzpulslaser eine hinterschnittige Struktur am Insert und ermöglicht die elegante Verbindung mit dem duroplastischen (nicht schmelzbaren) Kunststoff der Matrix: Vor dem Infiltrieren der Bauteile mit der Matrix, legt man das strukturierte Metallbauteil in das Preform-Textil ein. Im ausgehärteten Teil, hält das mit Hinterschnitten versehene Insert aufgrund der formschlüssigen Verbindung fest im Composite.

Der Laser wird sich durchsetzen

Der Laser ist zur Zeit auf dem besten Weg, auch für die CFK-Bearbeitung zu einem Standardwerkzeug zu werden. Die wichtigsten Argumente sind im Prinzip die gleichen wie bei der Blechverarbeitung: ein schneller Prozess sowie die verschleißfreie und berührungslose Bearbeitung. Laser bieten neue Freiheiten, weil komplexe Geometrien leichter umsetzbar werden als bei üblichen mechanischen Verfahren.

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Der Energieeintrag in das Werkstück ist bei der Bearbeitung mit dem Laser exakt kontrollierbar, sodass auch filigrane Arbeiten an extrem dünnen Materialien vergleichsweise leicht gelingen. Die relativ jungen industriell einsetzbaren Ultrakurzpulslaser sorgen für eine sogenannte „kalte“ Bearbeitung, also mit einem Wärmeeintrag nahe null, und stoßen das Tor für neuartige Anwendungen weit auf. Mit diesen Vorteilen wird das Potenzial des Lasers bei der Bearbeitung moderner Werkstoffe deutlich – der Laser wird für die CFK- und GFK-Teilefertigung mit Sicherheit immer öfter das Mittel der Wahl sein. MM

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